Wie Wälzlager aufgebaut sind und arbeiten
Wälzlager übertragen Kräfte über rollende Elemente statt über reine Gleitflächen. Typische Bestandteile sind Laufbahnen, Wälzkörper und je nach Bauart ein Käfig zur Führung der rollenden Elemente. Die Auslegung richtet sich danach, ob vor allem radiale, axiale oder kombinierte Lasten aufgenommen werden müssen und welche Anforderungen an Drehzahl, Laufverhalten, Schmierung und Dichtung bestehen.
Typische Anwendungen in Maschinen und Aggregaten
Wälzlager kommen in Antrieben, Fördertechnik, Pumpen, Lüftern, Elektromotoren, Getrieben und vielen weiteren Industriekomponenten vor. Sie werden dort eingesetzt, wo Wellen, Rollen oder rotierende Baugruppen präzise geführt werden müssen. Je nach Umgebung spielen dabei auch Verschmutzung, Feuchtigkeit, Temperatur und Wartungszugang eine Rolle.
Ausführungen nach Lastfall, Bauform und Betriebsbedingungen
Wälzlager werden unter anderem nach Richtung der Lastaufnahme, Baugrösse, Abdichtung und trennbarer oder nicht trennbarer Bauweise unterschieden. Es gibt offene und abgedichtete Ausführungen sowie Varianten für erhöhte Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit oder sauberen Lauf. Auch Schmierstoff, Passung und Lagerluft beeinflussen die Eignung für den jeweiligen Einsatzfall.
Abgrenzung zu Kugellagern, Nadellagern und Kraftmesslagern
Wälzlager ist der Oberbegriff für Lager mit rollenden Wälzkörpern. Kugellager und Nadellager beschreiben dagegen konkrete Bauarten mit jeweils eigener Geometrie und typischen Einsatzgrenzen. Kraftmesslager sind auf die Erfassung von Kräften ausgelegt und unterscheiden sich damit funktional von klassischen Wälzlagern, die primär der Lagerung und Führung bewegter Teile dienen.