Arbeitsweise von Motormähern
Ein Motormäher schneidet den Aufwuchs mit einem vorne geführten Schneidwerk und wird direkt durch die Bedienperson geführt. Das Gerät ist auf kontrolliertes Mähen bei begrenztem Platz oder anspruchsvollem Gelände ausgelegt. Im Unterschied zu breit ausgelegten Erntemaschinen steht nicht die Flächenleistung im Vordergrund, sondern die sichere und präzise Bearbeitung von Grünland.
Typische Einsatzflächen im Grünland
Motormäher kommen vor allem auf steilen Wiesen, schmalen Streifen, terrassierten Flächen und klein strukturierten Parzellen zum Einsatz. Auch in Berggebieten oder auf Flächen mit Hindernissen lassen sie sich oft gezielter führen als grössere Maschinen. In der landwirtschaftlichen Praxis werden sie vor allem dort eingesetzt, wo Futterflächen gemäht werden müssen, der Zugang mit Traktor oder selbstfahrender Technik aber erschwert ist.
Unterschiede bei Bauart und Ausrüstung
Je nach Ausführung unterscheiden sich Motormäher unter anderem beim Antrieb, bei der Fahrwerksauslegung und beim verwendeten Schneidwerk. Diese Merkmale beeinflussen, wie gut sich eine Maschine für Hanglagen, dichten Aufwuchs oder enge Wendebereiche eignet. In der Auswahl sind daher weniger allgemeine Leistungsangaben entscheidend als die Eignung für Geländeverhältnisse, Flächengrösse und die Art des zu mähenden Bestands.
Abgrenzung zu Mähwerken, Mähdreschern und Folgetechnik
Motormäher sind eigenständige, geführte Mähmaschinen. Mähwerke dagegen sind in der Regel Anbaugeräte für Traktoren oder andere Trägerfahrzeuge. Von Mähdreschern unterscheiden sich Motormäher grundlegend, weil sie kein Getreide ernten, dreschen oder reinigen. Auch Kreiselschwader, Ladewagen, Rundballenpressen und Quaderballenwickler gehören zu nachgelagerten Arbeitsschritten, während der Motormäher den Pflanzenbestand zunächst nur schneidet.