Funktion von Kranwagen im forstlichen Materialumschlag
Ein Kranwagen übernimmt Hebe- und Ladeaufgaben direkt am Fahrzeug. Der Kran bewegt Holz vom Boden, vom Polter oder von einem Zwischenlager auf die Ladefläche oder in einen Anhänger. Dadurch lassen sich Umschlag und Transport in einem Arbeitsablauf verbinden. In der Forsttechnik betrifft das vor allem Rundholz, Energieholz und vergleichbares Lang- oder Stückgut.
Einsatzorte zwischen Waldweg, Lagerplatz und Hof
Typische Einsatzbereiche liegen dort, wo Holz gesammelt, sortiert oder weitertransportiert wird. Dazu gehören Waldwege, Holzlagerplätze, Verladepunkte und betriebliche Areale mit regelmässigem Holzumschlag. Kranwagen werden genutzt, wenn Material nicht nur bewegt, sondern auch direkt auf ein Transportmittel übernommen werden soll. Im Unterschied zu reinen Rückesystemen liegt der Schwerpunkt stärker auf Laden und Umsetzen als auf dem Ziehen von Holz über Strecke.
Bauformen, Trägerfahrzeuge und Ausrüstung
Kranwagen gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, etwa als Fahrzeug mit aufgebautem Ladekran oder als Kombination aus Zugfahrzeug und forstlichem Anhänger mit Kran. Je nach Einsatz unterscheiden sich Reichweite, Hubverhalten, Abstützung und die Art der Bedienung. Für die eigentliche Aufnahme des Holzes wird in der Regel ein passendes Greifwerkzeug verwendet. Welche Ausführung geeignet ist, hängt vom Material, den Platzverhältnissen und den Transportwegen ab.
Abgrenzung zu Holzgreifer, Seilwinden, Holzhackern und Spaltmaschinen
Ein Kranwagen ist eine komplette Fahrzeug- oder Anhängerlösung für Heben und Verladen. Ein Holzgreifer ist dagegen nur das Arbeitswerkzeug am Kran und kein eigenständiges Transportmittel. Seilwinden dienen vor allem dem Rücken oder Ziehen von Holz, nicht dem Verladen auf eine Ladefläche. Holzhacker zerkleinern Material zu Hackschnitzeln, und Spaltmaschinen teilen Holzstücke; beide übernehmen keine Kran- und Transportfunktion.