Wie Löten metallische Verbindungen herstellt
Beim Löten wird ein Lot zwischen vorbereitete Fügepartner eingebracht und durch Wärme verflüssigt. Das Lot benetzt die Oberflächen und füllt den Fügespalt, während die Grundwerkstoffe fest bleiben. Dadurch entsteht eine stoffschlüssige Verbindung, deren Qualität stark von Oberflächenzustand, Spaltmass, Temperaturführung und gegebenenfalls Flussmittel oder Schutzatmosphäre abhängt.
Typische Einsatzfälle in der spanlosen Lohnarbeit
Löten eignet sich für Bauteile, bei denen eine lokale Wärmeeinbringung, feine Fügestellen oder die Verbindung unterschiedlicher Metallwerkstoffe verlangt ist. Häufig wird das Verfahren für kleinere Baugruppen, dünnwandige Teile, Kontaktstellen, Leitungs- und Verbindungselemente oder montagefertige Komponenten genutzt. Auch bei Serien mit wiederkehrender Geometrie ist Löten verbreitet, sofern Prozessfenster, Sauberkeit und Werkstoffpaarung definiert sind.
Verfahrensarten von Weichlöten bis Vakuumlöten
Weichlöten arbeitet mit tieferen Temperaturen und wird oft für temperaturkritische oder feinere Verbindungen eingesetzt. Hartlöten erfolgt bei höheren Temperaturen und wird verwendet, wenn höhere mechanische oder thermische Anforderungen bestehen. Schutzgaslöten und Vakuumlöten reduzieren Oxidation während des Prozesses und sind für empfindliche Werkstoffe oder reproduzierbare Oberflächen relevant. Der Begriff Kaltlöten wird im Markt nicht einheitlich verwendet und sollte vor einer Vergabe technisch genau geklärt werden.
Abgrenzung zu Schweissen innerhalb von Löten und Schweissen
Löten gehört in der Hierarchie zur Leistung Löten und Schweissen, unterscheidet sich von Schweissen jedoch im Grundprinzip. Beim Schweissen werden die Fügepartner selbst aufgeschmolzen oder plastifiziert, beim Löten nicht. Das wirkt sich auf Wärmeeinfluss, Fügespalt, Werkstoffkombinationen und Anforderungen an die Oberflächenvorbereitung aus. Innerhalb der Lohnarbeiten wird Löten deshalb dann gewählt, wenn die Eigenschaften der Verbindung besser über Lot, Temperaturbereich und kontrollierte Benetzung als über einen Schweissprozess erreicht werden.