Was unter Kleinmotoren verstanden wird
Kleinmotoren setzen elektrische Energie in eine Drehbewegung um und sind für kompakte Einbauverhältnisse ausgelegt. Bei der Auswahl stehen nicht nur die Abmessungen im Vordergrund, sondern auch Lastverhalten, zulässige Betriebsart, Anschlussart und mechanische Integration. Je nach Ausführung werden Kleinmotoren direkt eingesetzt oder mit zusätzlichen Komponenten wie Getrieben, Sensoren oder Halteelementen kombiniert.
Typische Anwendungen in Maschinen und Geräten
Im Maschinenbau werden Kleinmotoren dort eingesetzt, wo begrenzter Platz, geringe bewegte Massen oder fein abgestimmte Bewegungen gefordert sind. Typische Beispiele sind Vorschub- und Verstelleinheiten, Dosier- und Förderfunktionen, kleine Pumpen- oder Lüfterantriebe sowie Hilfsantriebe in Automaten und Bearbeitungsmodulen. Auch in Gehäusen, Bedienmodulen und dezentralen Baugruppen kommen sie zum Einsatz, wenn ein grosser Industriemotor nicht zweckmässig ist.
Ausführungen nach Bauform und Ausstattung
Kleinmotoren sind in unterschiedlichen Bauformen und elektrischen Ausführungen erhältlich. Unterschieden wird unter anderem nach Versorgung, Kommutierungsart, Lagerung, Wellenanordnung und Befestigung. Häufig werden sie als Getriebemotoren aufgebaut oder mit Encodern, integrierter Elektronik oder kundenspezifischen Schnittstellen versehen, wenn eine bestimmte Drehzahl, Positionserfassung oder Einbindung in eine Steuerung erforderlich ist.
Abgrenzung zu anderen Motorarten in der Hierarchie
Innerhalb der Kategorie Antriebe und Motoren beschreibt Kleinmotoren vor allem die kompakte Baugrösse. Im Unterschied dazu werden Asynchronmotoren, Gleichstrommotoren, Schrittmotoren oder Servomotoren nach ihrem elektrischen oder regelungstechnischen Prinzip eingeordnet. Ein Kleinmotor kann deshalb je nach Aufbau zugleich ein Gleichstrommotor oder ein Schrittmotor sein. Von Linearantrieben unterscheidet er sich durch die rotierende Ausgangsbewegung, während Trommelmotoren und Langsamläufermotoren stärker über ihre Bauweise oder ihr Betriebsverhalten definiert sind.