Kontaktlose Objekterkennung in der Maschinensteuerung
Näherungssensoren erzeugen ein Signal, sobald sich ein Objekt in einem definierten Erfassungsbereich befindet oder daraus entfernt. Dadurch lassen sich Bewegungsabläufe überwachen, Endlagen erkennen oder Werkstückpräsenz abfragen, ohne dass ein mechanischer Taster betätigt werden muss. Die kontaktlose Arbeitsweise reduziert Verschleiss an der Abfragestelle und eignet sich für wiederkehrende Schaltvorgänge in automatisierten Prozessen.
Typische Anwendungen in Metallbearbeitung und Anlagenbau
In metallverarbeitenden Betrieben werden Näherungssensoren etwa an Förderstrecken, Werkzeugmaschinen, Pressen, Handhabungssystemen oder Schutzeinrichtungen eingesetzt. Sie erfassen Metallteile in Zuführungen, prüfen die Stellung von Spannvorrichtungen oder melden die Position bewegter Achsen und Maschinenteile. Auch bei der Werkstückvereinzelung, in Montageabläufen und bei der Zustandsüberwachung von Klappen, Schiebern oder Dreheinheiten sind sie verbreitet.
Sensortypen, Bauformen und Schaltverhalten
Zu den verbreiteten Ausprägungen zählen induktive, kapazitive, magnetische und je nach Anwendung weitere berührungslose Sensortechnologien. In der Metallverarbeitung sind induktive Näherungssensoren besonders naheliegend, weil sie metallische Objekte direkt erfassen können. Je nach Einbausituation stehen zylindrische oder quaderförmige Bauformen, bündige oder nicht bündige Ausführungen sowie unterschiedliche Schaltarten und Ausgangssignale zur Verfügung. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Material, Einbauort, Schaltabstand, Umgebungsbedingungen und Anbindung an die Steuerung.
Abgrenzung zu Druck-, Feuchte-, Kontur- und Temperatursensoren
Näherungssensoren erfassen primär das Vorhandensein oder die Position eines Objekts im Raum. Damit unterscheiden sie sich von Drucksensoren, die Mediums- oder Prozessdruck messen, von Feuchtesensoren zur Erfassung von Luft- oder Materialfeuchte und von Temperatursensoren zur thermischen Überwachung. Gegenüber Kontursensoren ist der Funktionsumfang meist enger: Kontursensoren erfassen Formverläufe oder Profilgeometrien, während Näherungssensoren vor allem für punktuelle Schalt- und Präsenzsignale ausgelegt sind. Innerhalb der Sensorik stehen sie damit näher bei der einfachen Objekterkennung als bei der detaillierten Messwerterfassung.