Funktion von Spritzschutzkabinen bei Spritzarbeiten
Eine Spritzschutzkabine bildet einen abgegrenzten Arbeitsbereich für das Auftragen von Farben, Lacken oder anderen spritzfähigen Medien. Sie dient dazu, angrenzende Zonen vor Sprühnebel zu schützen und die Arbeitsumgebung sauberer zu halten. Je nach Aufbau kann sie mit Rück- und Seitenwänden, Filterflächen, Beleuchtung und Anschlüssen für die Luftführung ausgestattet sein. Im Unterschied zu offenen Arbeitsplätzen wird der Spritzbereich gezielt eingefasst.
Typische Einsatzsituationen in der Metallverarbeitung
Spritzschutzkabinen kommen dort zum Einsatz, wo Metallteile manuell beschichtet, ausgebessert oder für Kleinserien bearbeitet werden. Typische Anwendungen sind Einzelteile, Prototypen, Nachlackierungen oder Werkstücke mit häufig wechselnden Abmessungen. Auch bei Arbeitsgängen mit wechselnden Medien oder kurzen Rüstzeiten sind abgegrenzte Spritzplätze zweckmässig. Die Kabine schafft dabei einen definierten Bereich für das Werkstück und den Bedienplatz.
Bauformen und Ausstattungsmerkmale
Spritzschutzkabinen sind in offenen, teilgeschlossenen oder weitergehend eingehausten Ausführungen erhältlich. Die Auslegung richtet sich unter anderem nach Werkstückgrösse, Zugänglichkeit, Art des Spritzmediums und gewünschter Luftführung. Je nach Anwendung werden unterschiedliche Filter- oder Abscheidelösungen, Arbeitsflächen, Halterungen oder Beleuchtungskonzepte eingesetzt. Für wechselnde Produktionsumgebungen sind auch modulare oder anpassbare Kabinenlösungen relevant.
Abgrenzung zu Beschichtungsanlagen, Spritzgeräten und Pumpen
Spritzschutzkabinen sind keine Beschichtungsanlagen im engeren Sinn, sondern der räumlich gefasste Arbeitsplatz für den Spritzprozess. Beschichtungsanlagen umfassen meist den gesamten Prozess mit Förderung, Trocknung oder weiterführender Automatisierung. Farb-Spritzgeräte, Pumpen, Mischgeräte und Zweikomponentensysteme übernehmen dagegen die Förderung, Aufbereitung oder Applikation des Mediums. Kompressoren und Druckluftsysteme stellen die notwendige Versorgung bereit, ersetzen aber keine Einhausung des Spritzbereichs.