Aufbau und Eigenschaften von Glasbaustein-Wänden
Eine Glasbaustein-Wand besteht aus einzelnen Glasbausteinen, die zu einer flächigen Wandkonstruktion zusammengesetzt werden. Die Oberfläche wirkt rasterartig, die Lichtwirkung ist in der Regel diffus. Dadurch entstehen helle Bereiche mit eingeschränkter Einsicht. Im Unterschied zu klassischen Fenstersystemen oder transparenten Fassadenverglasungen handelt es sich um ein festes, nicht zu öffnendes Bauteil mit klarer Wandwirkung.
Typische Einsatzbereiche im Ausbau
Glasbaustein-Wände werden im Innenausbau als Trennwände, in Treppenhäusern, Eingangsbereichen, Korridoren oder Nassräumen eingesetzt. Sie kommen auch an Fassadenabschnitten vor, wenn Belichtung gewünscht ist, ohne direkte Einblicke zuzulassen. Im Bestand werden sie zudem bei Sanierungen angetroffen, insbesondere in Gebäuden mit funktional geprägter Architektur.
Gestaltung, Formate und Ausführungen
Die Wirkung einer Glasbaustein-Wand hängt von Format, Farbton, Oberflächenstruktur und Fugenbild ab. Je nach Ausführung kann der Lichtdurchlass klarer oder stärker gestreut ausfallen. Auch gerade oder gekrümmte Wandverläufe sind je nach System möglich. Für die Planung relevant sind unter anderem Anschlussdetails, Feldgrössen, Feuchtebeanspruchung und die Einbindung in angrenzende Bauteile.
Abgrenzung zu anderen Verglasungen
Innerhalb der Verglasungen unterscheiden sich Glasbaustein-Wände deutlich von Isoliergläsern, kittlosen Verglasungen oder Profilglas-Verglasungen. Sie bilden keine grossformatige transparente Scheibenfläche, sondern eine aus Bausteinen zusammengesetzte Wand. Von Glasbaustein-Oberlichtern unterscheiden sie sich durch ihre Funktion und Lage: Oberlichter belichten vor allem obere Wandzonen oder Raumbereiche, während Glasbaustein-Wände als vollständige vertikale Wandfelder ausgeführt werden.