Was Rollstuhlaufzüge technisch leisten
Ein Rollstuhlaufzug befördert eine Person im Rollstuhl samt Begleitperson oder allein über eine begrenzte Höhendifferenz. Je nach Bauart fährt eine Plattform senkrecht oder entlang einer Führung. Im Unterschied zu allgemeinen Personen-Aufzügen sind Kabine, Einstiegsbereich und Bedienelemente auf die Nutzung mit Rollstuhl ausgelegt, oft mit Fokus auf einfache Erschliessung einzelner Ebenen.
Typische Einbausituationen in Gebäuden
Rollstuhlaufzüge werden in Wohnbauten, öffentlichen Gebäuden, Verwaltungsbauten, Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Verkaufsflächen eingesetzt. Häufige Situationen sind Eingangsniveaus mit wenigen Stufen, Zwischengeschosse, Podeste oder bestehende Treppenanlagen im Bestand. Im Innenausbau sind sie besonders relevant, wenn nachträglich Barrierefreiheit geschaffen werden soll, ohne die bestehende Gebäudestruktur vollständig umzubauen.
Bauformen und planerische Punkte
Je nach Situation kommen vertikale Plattformaufzüge oder geführte Systeme entlang einer Treppe oder Schräge in Frage. Für die Planung sind unter anderem Förderhöhe, verfügbare Aufstellfläche, Anfahrbereiche, Tür- und Podestsituation sowie Witterungseinflüsse bei Aussenanlagen relevant. Ebenso müssen Bedienbarkeit, sichere Zu- und Ausfahrt und die Einbindung in bestehende Bauteile berücksichtigt werden.
Abgrenzung zu Treppenliften und Personen-Aufzügen
Rollstuhlaufzüge sind nicht mit Treppenliften gleichzusetzen: Treppenlifte arbeiten meist mit einem Sitz und sind für Nutzerinnen und Nutzer gedacht, die nicht im Rollstuhl fahren. Von Personen-Schrägaufzügen unterscheiden sie sich durch die spezifische Auslegung als Rollstuhl-Plattformlösung. Gegenüber einem klassischen Personen-Aufzug sind Rollstuhlaufzüge in der Regel auf gezielte barrierearme Erschliessungen einzelner Ebenen ausgerichtet und nicht auf den allgemeinen Personenverkehr eines Gebäudes.