Was unter Dampfduschen verstanden wird
Eine Dampfdusche ist eine Duschanlage mit zusätzlicher Dampffunktion. Dafür braucht es einen geschlossenen Aufbau, eine geeignete Steuerung sowie auf die Nutzung abgestimmte Anschlüsse und Materialien. Je nach Ausführung umfasst die Anlage neben der eigentlichen Dusche auch Sitzmöglichkeiten, Dampfaustritt, Beleuchtung oder Bedienelemente für Temperatur und Laufzeit.
Einsatz im Badezimmerausbau
Dampfduschen werden vor allem in Badezimmern eingesetzt, in denen Duschen und Dampfanwendung auf begrenzter Fläche kombiniert werden sollen. Typische Kontexte sind hochwertige Privatbäder, Hotelbäder, Spa-nahe Nassräume oder Umbauten, bei denen kein separater Dampfraum vorgesehen ist. Im Innenausbau sind dabei Raumhöhe, Abdichtung, Lüftung, Reinigungszugang und die Einbindung in bestehende Sanitärinstallationen zu berücksichtigen.
Ausführungen und planerische Unterschiede
Im Markt finden sich geschlossene Komplettkabinen und individuell ausgebaute Duschbereiche mit Dampffunktion. Unterschiede bestehen unter anderem bei Form, Türsystem, Verglasung, Sitzlösung, Bedienkonzept und bei der Einbindung von Brausen oder Armaturen. Für die Planung relevant sind ausserdem die Revisionsmöglichkeit technischer Komponenten, die Abstimmung mit Ablauf und Entwässerung sowie die Materialwahl für feuchte- und temperaturbelastete Flächen.
Abgrenzung zu Duschen, Whirlpools und Wärmekabinen
Innerhalb der Kategorie Duschen, Wannen und Zubehör stehen Dampfduschen zwischen klassischer Dusche und eigenständiger Wellnessausstattung. Gegenüber normalen Duschen kommt die Dampferzeugung in einem geschlossenen System hinzu. Von Whirlpools unterscheiden sie sich durch die Nutzung im Stehen oder Sitzen ohne Wasserbecken, und von Infrarot-Wärmekabinen durch die feuchte Wärme statt trockener Strahlungswärme. Armaturen, Ablaufsysteme oder Thermomischer sind ergänzende Komponenten, aber keine Dampfduschen im engeren Sinn.