Was unter Fertigbauteilen im Stahlbau fällt
Im Kontext des Stahlbaus bezeichnet der Begriff vorgefertigte Bauteile aus Stahl, die nach Werkplänen produziert und für den Einbau vorbereitet werden. Typisch sind Träger, Stützen, Rahmen, Konsolen, Treppenläufe, Podeste oder Verbindungselemente. Die Bauteile werden in der Werkstatt zugeschnitten, gebohrt, verschweisst und je nach Anforderung beschichtet, bevor sie auf die Baustelle geliefert werden.
Einsatz in Rohbau und Hochbau
Fertigbauteile werden dort eingesetzt, wo tragende oder ergänzende Stahlkonstruktionen in definierter Form und mit hoher Passgenauigkeit benötigt werden. Im Hochbau betrifft das unter anderem Hallen, Gewerbebauten, Technikgeschosse, Treppenkonstruktionen, Aufstockungen oder Verstärkungen bestehender Tragwerke. Im Rohbau vereinfachen vorgefertigte Elemente die Montage, weil Anschlüsse, Bohrbilder und Einbaulagen bereits in der Fertigung berücksichtigt werden.
Ausführungen, Vorfertigungsgrad und technische Merkmale
Fertigbauteile können als Einzelteile, vormontierte Baugruppen oder nahezu montagefertige Einheiten ausgeführt sein. Der Vorfertigungsgrad richtet sich nach Transportmassen, Hebemöglichkeiten, Anschlussdetails und dem Ablauf auf der Baustelle. Relevante Merkmale sind Materialgüte gemäss Projektvorgaben, Schweissausführung, Korrosionsschutz, Brandschutzbeschichtung sowie die Vorbereitung für Verschraubung, Verschweissung oder den Anschluss an Beton- und Stahlkonstruktionen.
Abgrenzung zur übergeordneten Leistung Stahlbau
Fertigbauteile sind ein Teilbereich des Stahlbaus und beziehen sich auf die Herstellung konkreter Bauelemente. Der übergeordnete Stahlbau umfasst darüber hinaus die konstruktive Planung, statische Abstimmung, Werkstattprozesse, Logistik und Montage kompletter Tragwerke. Nicht gemeint sind in diesem Zusammenhang allgemeine Metallbauarbeiten ohne tragende Funktion oder Fertigteile aus anderen Werkstoffen wie Beton oder Holz.