Naturstein als Belagsmaterial
Bei Naturstein-Plattenbelägen werden einzelne Steinplatten in definierter Grösse und Bearbeitung zu einer zusammenhängenden Fläche verlegt. Je nach Material und Ausführung stehen Abriebverhalten, Feuchtigkeitsaufnahme, Oberflächenstruktur und optische Wirkung im Vordergrund. Verlegt werden die Platten auf einem geeigneten Untergrund mit abgestimmtem Fugenbild und konstruktiv passendem Schichtenaufbau.
Typische Einsatzbereiche für Plattenbeläge
Plattenbeläge aus Naturstein kommen auf Innenböden, in Eingangsbereichen, Treppenanlagen, Korridoren, Nassräumen sowie auf Aussenflächen wie Terrassen oder Wegen zum Einsatz. In öffentlich oder stark frequentierten Bereichen werden andere Anforderungen an Belastbarkeit und Trittsicherheit gestellt als in Wohnbereichen. Im Aussenbereich sind zusätzlich Witterung, Wasserführung und Frostbeanspruchung bei Materialwahl und Verlegung zu berücksichtigen.
Ausführungen nach Oberfläche, Format und Verlegung
Naturstein-Plattenbeläge unterscheiden sich unter anderem nach Gesteinsart, Oberflächenbearbeitung und Plattenformat. Übliche Bearbeitungen sind beispielsweise geschliffene, polierte, gebürstete oder raue Oberflächen, die je nach Einsatzbereich unterschiedliche optische und funktionale Eigenschaften aufweisen. Auch die Verlegeart, das Fugenraster und die Kantenbearbeitung prägen das Erscheinungsbild und beeinflussen die spätere Nutzung und Reinigung.
Abgrenzung zu Plattenbekleidungen
Innerhalb der Natursteinarbeiten bezeichnen Plattenbeläge begehbare oder belastete Flächen, während Plattenbekleidungen vertikale oder nicht begehbare Oberflächen wie Wände, Stützen oder Fassadenteile betreffen. Entsprechend unterscheiden sich Anforderungen an Dicke, Unterkonstruktion, Rutschverhalten und mechanische Belastung. Die Zuordnung zur Leistung Plattenbeläge ist dann fachlich richtig, wenn die Natursteinplatten als Nutzschicht für den Verkehr oder für den regelmässigen Gebrauch einer Fläche vorgesehen sind.