Was Rollgerüste von anderen Gerüsten unterscheidet
Ein Rollgerüst ist auf Mobilität ausgelegt. Die Konstruktion wird aus standardisierten Rahmen, Belägen, Geländern und Fahrrollen aufgebaut und auf ebenen, tragfähigen Untergründen verwendet. Im Unterschied zu fest montierten Gerüsten wird es nicht für lange Fassadenabschnitte erstellt, sondern für punktuelle oder abschnittsweise Arbeiten, bei denen der Standort während des Einsatzes mehrmals wechselt.
Typische Einsatzbereiche im Innen- und Aussenbereich
Rollgerüste werden unter anderem für Installationsarbeiten, Unterhaltsarbeiten, Malerarbeiten, Deckenarbeiten, technische Montagen und leichte Fassadenarbeiten eingesetzt. Im Innenbereich sind sie verbreitet in Hallen, Treppenhäusern, Verkaufsflächen oder Produktionsumgebungen. Im Aussenbereich kommen sie dort in Frage, wo der Untergrund geeignet ist und keine grossflächige Einrüstung erforderlich wird.
Ausführungen nach Höhe, Zugang und Einsatzumgebung
Rollgerüste gibt es in unterschiedlichen Breiten, Plattformlängen und Aufbauhöhen. Je nach Aufgabe werden einfache Arbeitsbühnen, Varianten mit mehreren Belagsebenen oder schmale Ausführungen für enge Durchgänge eingesetzt. Relevant sind ausserdem die Art des Zugangs innerhalb des Gerüsts, die Möglichkeit zum kompakten Transport sowie die Eignung für Innenräume oder witterungsabhängige Aussenanwendungen.
Einordnung innerhalb der Gerüstsysteme
Innerhalb der Gerüste decken Rollgerüste den mobilen, kurzfristigen Arbeitszugang ab. Sie unterscheiden sich von stationären Gerüstlösungen dadurch, dass sie nicht auf dauerhafte Einrüstung grösserer Flächen ausgelegt sind. Von Gerüstplanen grenzen sie sich klar ab: Planen sind Ergänzungen zum Schutz oder zur Abschirmung, während Rollgerüste selbst die tragende Arbeitsplattform bilden.