Was unter Bauhilfsmitteln im Hochbau verstanden wird
Im Bereich Hochbau bezeichnet Bauhilfsmittel eine breite Gruppe von Produkten und Einrichtungen, die für die praktische Ausführung von Bauarbeiten benötigt werden. Dazu gehören etwa Zwingen für das Fixieren von Werkstücken, Nägel, Klammern und Stifte als Verbindungsmittel, Beschlagsmaschinen, Bohrmaschinen und Einsetzmaschinen für Montagearbeiten sowie Hilfskippwagen und Ladeschaufeln für interne Materialbewegungen. Ebenfalls dazu zählen Sicherheitsabsperrungen, Bautafeln und Firmentafeln sowie Beschriftungen, wenn sie unmittelbar der Baustellenorganisation oder Kennzeichnung dienen.
Typische Einsatzbereiche auf Baustellen
Bauhilfsmittel werden in unterschiedlichen Bauphasen eingesetzt. Bei vorbereitenden Arbeiten dienen sie der Kennzeichnung, Absperrung und Organisation von Baustellenbereichen. Während der Ausführung unterstützen sie das Schneiden, Bohren, Einsetzen, Befestigen und Transportieren von Materialien. Spezifische Hilfsmittel kommen auch bei Arbeit in der Höhe, beim Malen und Ölen oder bei der Bearbeitung von Dämmstoffen und Isolationen zum Einsatz. Der gemeinsame Bezug ist der unmittelbare Einsatz auf der Baustelle und nicht die dauerhafte technische Ausstattung des Gebäudes.
Teilbereiche von Bauhilfsmitteln
Die Leistung lässt sich nach Verwendungszweck gliedern. Ein Bereich umfasst Arbeitsmittel für Montage und Bearbeitung, etwa Beschlagsmaschinen, Bohrmaschinen, Einsetzmaschinen sowie Schneidegeräte für Dämmstoffe und Isolation. Ein weiterer Bereich betrifft Verbrauchs- und Befestigungsmittel wie Nägel, Klammern und Stifte. Hinzu kommen Transport- und Handhabungshilfen wie Hilfskippwagen und Ladeschaufeln. Für Sicherheit und Orientierung auf der Baustelle gehören auch Sicherheitsabsperrungen, Bautafeln, Firmentafeln und weitere Beschriftungen dazu. Arbeit in der Höhe bildet einen eigenen Teilbereich, da hier Hilfsmittel gezielt auf erhöhte Arbeitsplätze ausgerichtet sind.
Abgrenzung zu Ausbau und Gebäudetechnik
Bauhilfsmittel sind von eigentlichen Bauleistungen und technischen Gewerken zu unterscheiden. Im Unterschied zum Ausbau entstehen durch Bauhilfsmittel in der Regel keine fertigen Oberflächen, Einbauten oder Raumabschlüsse. Gegenüber Elektronik und Gebäudesystemtechnik, Klima und Lüftung oder Sanitäranlagen stehen nicht fest installierte Systeme im Vordergrund, sondern temporär oder begleitend eingesetzte Mittel für die Ausführung. Auch Fördertechnik und Lagertechnik betrifft meist betriebliche Anlagen oder stationäre technische Lösungen, während Bauhilfsmittel auf den unmittelbaren Baustellenbedarf im Hochbau ausgerichtet sind.