Schaltaufgaben in Hochspannungsanlagen
Hochspannungsschalter dienen dazu, elektrische Verbindungen gezielt herzustellen, zu unterbrechen oder umzuschalten. Je nach Ausfuehrung sind sie fuer unterschiedliche Betriebszustaende ausgelegt, etwa fuer normales Schalten unter Last oder fuer weitergehende Anforderungen im Netzbetrieb. Entscheidend sind dabei unter anderem Schaltvermoegen, Isolationsniveau, Antriebsart und die Einbindung in die jeweilige Anlage.
Einsatzorte zwischen Netz, Schaltfeld und Transformatorenstation
Schalter werden in Hochspannungsnetzen an Stellen eingesetzt, an denen Leitungen, Anlagenteile oder Betriebsmittel betrieblich geschaltet werden muessen. Typische Einbauorte sind Schaltfelder, Umspannwerke, Transformatorenstationen und Netzkuppelstellen. Die konkrete Auslegung richtet sich nach Innen- oder Aussenaufstellung, dem vorhandenen Anlagenkonzept und den betrieblichen Schaltablaeufen.
Ausfuehrungen nach Bauart und Schaltverhalten
Im Hochspannungsbereich kommen verschiedene Schaltertypen zum Einsatz, etwa fuer Lastschaltungen, fuer weitergehende Abschaltaufgaben oder fuer klar definierte Betriebsfunktionen innerhalb eines Schaltfelds. Zusaetzlich unterscheiden sie sich in der Bauform, etwa als luftisolierte oder in kompakte Systeme integrierte Loesungen, sowie in manueller oder motorischer Betaetigung. Welche Ausfuehrung geeignet ist, haengt vom Spannungsbereich, vom Schaltfall und vom Anlagenaufbau ab.
Abgrenzung zu Trennern und anderen Hochspannungsmaterialien
Schalter sind von Trennern klar zu unterscheiden. Trenner dienen primaer dem sicheren galvanischen Trennen von Anlagenteilen in einem dafuer vorgesehenen Betriebszustand, waehrend Schalter fuer eigentliche Schaltvorgaenge ausgelegt sind. Gegenueber Durchfuehrungen, Kondensatoren und Kupferschienen uebernehmen Schalter keine passive Leitungs-, Kopplungs- oder Isolationsfunktion, sondern eine aktive Schaltfunktion innerhalb der Hochspannungsanlage.