Leistungsumfang in Gebäuden
Die Leistung deckt die Planung, Installation, Erweiterung und Erneuerung elektrischer und gebäudetechnischer Systeme innerhalb von Bauwerken ab. Im Zentrum stehen die Energieverteilung vom Einspeisepunkt in die internen Stromkreise, die Ausrüstung von Nutzflächen mit Beleuchtung sowie die technische Infrastruktur für Kommunikation und Signale. Je nach Gebäudeart gehören auch Steigzonen, Etagenverteilungen, Leitungsführungen, Anschlüsse für Betriebsmittel und die Einbindung verschiedener Gebäudebereiche dazu.
Typische Anlagen und Anwendungsbereiche
Zu den häufigen Teilbereichen zählen Hauptverteilanlagen, Starkstrom- und Unterverteilanlagen für die Stromversorgung, Beleuchtungen für Arbeits-, Aufenthalts- und Erschliessungszonen sowie Schwachstromanlagen für Signale und gebäudeinterne Technik. Ebenfalls dazu gehören Telefonanlagen und interne Verteilnetze, die Kommunikations- und Versorgungsstrukturen im Gebäude abbilden. Solche Systeme finden sich in Wohnbauten, Bürogebäuden, Gewerbeobjekten, Bildungsbauten, Gesundheitsbauten und gemischt genutzten Liegenschaften.
Ausprägungen von der Grundversorgung bis zur Kommunikationsinfrastruktur
Innerhalb der Elektronik und Gebäudesystemtechnik lassen sich die Teilbereiche nach Funktion unterscheiden. Starkstromanlagen versorgen Verbraucher und technische Einrichtungen mit elektrischer Energie, während Schwachstromanlagen für Signalübertragung, Meldetechnik oder interne Kommunikationsaufgaben eingesetzt werden. Beleuchtungen reichen von der allgemeinen Raumbeleuchtung bis zu funktionalen Lösungen für Verkehrsflächen und technische Räume. Verteilnetze und Telefonanlagen bilden die gebäudeinterne Infrastruktur, über die Anschlüsse, Übergabepunkte und Verbindungen organisiert werden.
Abgrenzung zu Ausbau, Sanitär und Klima
Als Leistungsbereich unter Hochbau ist Elektronik und Gebäudesystemtechnik klar von anderen Gewerken zu trennen. Im Unterschied zum Ausbau steht nicht die Oberflächengestaltung oder der Innenausbau im Vordergrund, sondern die technische Gebäudeinfrastruktur. Gegenüber Sanitäranlagen geht es nicht um Wasserverteilung oder Entwässerung, und gegenüber Klima und Lüftung nicht um Luftführung oder thermische Konditionierung. Die untergeordneten Leistungen wie Beleuchtungen, Schwachstromanlagen oder Verteilnetze sind konkrete Teilbereiche dieser übergeordneten Fachleistung.