Transportzweck als Grundlage der Aufzugsauslegung
Bei dieser Leistung steht nicht die Bauform des Aufzugs im Vordergrund, sondern der vorgesehene Einsatz. Personenbeförderung richtet sich auf den sicheren und geordneten Transport von Nutzerinnen und Nutzern in Gebäuden. Güterbeförderung ist auf Material, Waren, Geräte oder interne Logistikprozesse ausgerichtet. Ob eine Anlage ausschliesslich für Güter, nur für Personen oder für beides vorgesehen ist, beeinflusst die funktionale Planung der gesamten Aufzugslösung.
Typische Einsatzkontexte in Gebäuden und Betrieben
Personenbeförderung ist vor allem in Wohn-, Büro-, Verwaltungs-, Bildungs- und Publikumsbauten relevant. Güterbeförderung wird in Industriegebäuden, Lagern, Werkstätten, Spitälern, Hotels oder Gastronomiebetrieben eingesetzt, wo Waren, Materialwagen oder Betriebsmittel zwischen Geschossen bewegt werden. In gemischt genutzten Liegenschaften treten beide Anforderungen oft parallel auf, etwa wenn Personenaufzüge für Besucher und Mitarbeitende sowie separate Güteraufzüge für Versorgung und interne Abläufe vorgesehen werden.
Güterbeförderung, Kleingüterbeförderung und Personenbeförderung
Die Unterleistung Güterbeförderung umfasst Aufzüge für grössere oder betriebliche Lasten innerhalb eines Gebäudes. Kleingüterbeförderung bezieht sich auf kompaktere Transporteinheiten, etwa Dokumente, Speisen, Proben oder kleinere Waren, und ist deutlich enger auf interne Abläufe zugeschnitten. Personenbeförderung betrifft Anlagen für den regulären Nutzerverkehr. Ob eine kombinierte Nutzung zulässig ist, hängt von der jeweiligen Auslegung und Zweckbestimmung der Anlage ab.
Abgrenzung zu Umlaufaufzügen innerhalb der Hierarchie
Innerhalb der Elternleistung Aufzüge und Umlaufaufzüge beschreibt Güterbeförderung und Personenbeförderung die Nutzungsart einer Anlage. Die Geschwisterleistung Umlaufaufzüge bezeichnet dagegen eine bestimmte Systemform mit kontinuierlichem Umlaufprinzip. Diese Leistungsseite ordnet also nicht nach der technischen Grundkonstruktion, sondern nach dem Transportgut beziehungsweise nach den beförderten Personen. Damit grenzt sie funktionale Anforderungen von der Bauart des Fördersystems ab.