Was Rolltreppen technisch kennzeichnet
Eine Rolltreppe transportiert Personen auf einer geneigten, umlaufenden Stufenkette. Die Stufen bleiben im Fahrbereich horizontal und werden über Antrieb, Ketten- und Führungssysteme bewegt. Zu einer Rolltreppe gehören neben dem Stufenband unter anderem Balustraden, Handläufe, Ein- und Austrittsbereiche sowie sicherheitsrelevante Überwachungs- und Abschalteinrichtungen.
Typische Einsatzorte im Hochbau
Rolltreppen werden vor allem in Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr geplant, etwa in Einkaufszentren, Bahnhöfen, Flughäfen, Messebauten oder grösseren öffentlichen Einrichtungen. Sie eignen sich für Verkehrsströme, die über längere Betriebszeiten gleichmässig anfallen. In mehrgeschossigen Gebäuden werden sie häufig als sichtbare Verbindung zwischen publikumsintensiven Ebenen eingesetzt.
Bauformen und planerische Ausprägungen
Rolltreppen werden je nach Gebäudegeometrie, Förderrichtung und Einbausituation unterschiedlich angeordnet, zum Beispiel paarweise, versetzt oder in Kaskaden über mehrere Ebenen. Relevante Planungsaspekte sind unter anderem Neigung, Förderbreite, Transportkapazität, Einbauraum, Zugänglichkeit für Wartung sowie die Abstimmung mit Fluchtwegen und angrenzenden Verkehrsflächen. Auch Innen- und Aussenanwendungen unterscheiden sich in Konstruktion und Schutzanforderungen.
Abgrenzung zu Rollsteigen und anderen Umlaufaufzügen
Innerhalb der Kategorie Umlaufaufzüge dienen Rolltreppen dem vertikalen oder deutlich geneigten Personentransport auf bewegten Stufen. Rollsteige arbeiten dagegen mit einem ebenen oder nur leicht geneigten Band und werden typischerweise für längere horizontale Wege eingesetzt. Von Kleingüter-Umlaufaufzügen unterscheiden sich Rolltreppen durch ihre Auslegung auf Personenverkehr und die entsprechenden Sicherheits- und Nutzungsanforderungen.