Funktion von Strombändern an Krananlagen
Ein Stromband stellt die elektrische Verbindung zwischen festen und bewegten Teilen einer Krananlage her. Dabei werden Leitungen so geführt, dass sie wiederkehrende Fahrbewegungen aufnehmen können, ohne unkontrolliert zu hängen oder mechanisch beschädigt zu werden. Je nach Kranbauart betrifft dies die Stromversorgung von Fahrantrieben, Hubwerken oder Katzen sowie die Übertragung von Steuerbefehlen. Im Unterschied zu starren Führungssystemen ist das Stromband für die kontinuierliche Bewegung entlang eines definierten Fahrwegs ausgelegt.
Typische Einbauorte bei Brücken- und Portalkranen
Strombänder kommen an verschiedenen Bewegungsachsen eines Krans zum Einsatz. Häufig werden sie für die Energiezuführung der Kranbrücke entlang der Kranbahn oder für die Versorgung der Katze auf dem Brückenträger verwendet. Auch bei Portalkranen und ähnlichen Anlagen werden flexible Leitungssysteme dort benötigt, wo Bauteile verfahren werden. Welche Anordnung geeignet ist, hängt unter anderem von Verfahrweg, Geschwindigkeit, Platzverhältnissen und der Zahl der mitzuführenden Leitungen ab.
Ausführungen nach Leitungsführung und Einsatzumgebung
Strombänder unterscheiden sich in Aufbau und Material je nach Einsatzfall. Relevant sind unter anderem die Art der geführten Leitungen, die mechanische Beanspruchung, Innen- oder Aussenanwendung sowie Einflüsse wie Feuchtigkeit, Staub oder Temperaturschwankungen. In der Praxis werden Systeme für reine Energiezuführung ebenso eingesetzt wie Ausführungen, die zusätzlich Steuer- oder Datenleitungen aufnehmen. Auch die Führung, Aufhängung und Entlastung der Leitungen ist Teil der technischen Auslegung.
Abgrenzung zu anderen Leistungen im Bereich Hebezeuge und Krane
Strombänder für Krane sind keine eigenständigen Krane oder Hebezeuge, sondern Komponenten der Energie- und Leitungsführung innerhalb einer Krananlage. Sie unterscheiden sich damit klar von Leistungen wie Krane, Hebezeuge oder Kranwagen, bei denen die Maschine oder das Trägersystem selbst im Vordergrund steht. Gegenüber Fassadenbefahranlagen und Regalförderzeugen ist der Anwendungsbereich ebenfalls enger auf die Leitungsführung an Kranbewegungen bezogen. Innerhalb der Elternleistung Hebezeuge und Krane betrifft diese Leistung somit nicht das Heben oder Verfahren als Funktion, sondern die dafür erforderliche elektrische Anbindung bewegter Teile.