Welche Groessen in Rauchgasen gemessen werden
Im Rauchgas wird nicht einfach nur "Feuchte" als Einzelwert erfasst. Je nach Gerät werden Wassergehalt, Wasserdampfanteil, absolute oder relative Feuchte sowie der Taupunkt bestimmt. In heissen Abgasen ist vor allem die Taupunktbetrachtung relevant, weil sie zeigt, ab welcher Temperatur Wasserdampf im Rauchgas kondensieren kann. Das ist für die Beurteilung von Messstrecken, Leitungen und nachgeschalteten Anlagenteilen wesentlich.
Typische Einsatzorte in Feuerungs- und Prozessanlagen
Feuchtemessgeräte für Rauchgase werden an Messstellen im Abgasweg eingesetzt, etwa hinter Wärmeerzeugern, in Rauchgasleitungen, an Kaminen oder in prozesstechnischen Abluftsystemen. Sie kommen sowohl bei temporären Messungen im Rahmen von Prüfungen als auch in fest installierten Überwachungslösungen vor. Relevant sind sie überall dort, wo Feuchte den Anlagenbetrieb, die Messqualität oder das Risiko von Kondensatbildung beeinflusst.
Ausführungen nach Messprinzip und Einbausituation
Gebräuchlich sind tragbare Messgeräte für Service- und Kontrollmessungen sowie stationäre Systeme für die laufende Erfassung. Je nach Anwendung arbeiten die Geräte mit direkter Messung im Rauchgasstrom oder mit entnommenem Messgas, das vor der Analyse konditioniert wird. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Gastemperatur, Druck, Staubbelastung, möglicher Kondensatbildung und chemischer Zusammensetzung des Rauchgases.
Abgrenzung innerhalb des Bereichs Gas
In der Hierarchie unter Gas gehören Feuchtemessgeräte für Rauchgase zu den Instrumenten für die Analyse eines Abgasstroms. Sie unterscheiden sich damit klar von Gaswarnanlagen, Ammoniak-Gasüberwachungen, Freon-Gasüberwachungen oder CO2-Sensoren, die auf die Detektion bestimmter Gase in Räumen oder Prozessumgebungen ausgerichtet sind. Auch von Gasmessern sind sie abzugrenzen: Gasmesser erfassen Verbrauch oder Durchfluss, Feuchtemessgeräte dagegen die Wasserdampfverhältnisse im Rauchgas.