Funktionsprinzip von Speicher- und Direktwärme
Bei einer Mischspeicherelektroheizung wird ein Teil der Wärme im Gerät gespeichert und zeitversetzt an den Raum abgegeben. Zusätzlich kann bei Bedarf eine direkte Heizleistung zugeschaltet werden, um Lastspitzen oder rasch wechselnde Raumanforderungen abzudecken. Das unterscheidet diesen Gerätetyp von reinen Speichersystemen, die stärker auf verzögerte Wärmeabgabe ausgelegt sind.
Einsatz in dezentral beheizten Räumen
Mischspeicherelektroheizungen werden dort eingesetzt, wo einzelne Räume separat beheizt werden und keine zentrale Wärmeverteilung vorhanden ist. Typisch sind Gebäude oder Nutzungseinheiten, in denen der Wärmebedarf je Raum unterschiedlich ausfällt oder zeitweise ansteigt. Die Geräte eignen sich für die direkte Raumbeheizung, wenn Speicherwirkung und kurzfristige Nachheizung kombiniert werden sollen.
Geräteausführung und planerische Punkte
Unterschieden wird unter anderem nach Bauform, Gerätegrösse, Regelung und dem Verhältnis von Speicheranteil zu direkt verfügbarer Heizleistung. Für die Auslegung sind Raumnutzung, gewünschtes Temperaturverhalten, elektrische Anschlusssituation und verfügbare Aufstellfläche relevant. Bei Ersatz oder Neubestückung ist zudem zu prüfen, wie die Regelung in das bestehende Heizkonzept des Gebäudes eingebunden wird.
Abgrenzung zu anderen Elektroheizungen
Gegenüber Direktheizungselektroheizungen geben Mischspeicherelektroheizungen Wärme nicht nur unmittelbar, sondern auch zeitversetzt aus einem Speicher ab. Von Einzelspeicherelektroheizungen unterscheiden sie sich durch den zusätzlichen Direktheizanteil im selben Gerät. Zentralspeicherelektroheizungen arbeiten hingegen mit einer zentraleren Speicherlösung für mehrere Heizpunkte, während Mischspeicher typischerweise als einzelne Raumgeräte eingesetzt werden.