Aufbau und Wärmeabgabe von Plattenheizkörpern
Ein Plattenheizkörper besteht aus einer oder mehreren Heizplatten, durch die Heizungswasser strömt. Je nach Bauart sind zwischen den Platten zusätzliche Konvektionsbleche angeordnet, die den Luftstrom entlang der warmen Flächen erhöhen. Dadurch entsteht eine Kombination aus Strahlungswärme und Konvektion. Die abgegebene Leistung hängt unter anderem von Bauhöhe, Baulänge, Bautiefe, der Anzahl der Platten sowie von den Systemtemperaturen ab.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden
Plattenheizkörper werden vor allem in Aufenthaltsräumen, Schlafzimmern, Büros, Schulzimmern und ähnlichen Innenräumen eingesetzt. Sie sind für Neubauten ebenso relevant wie für den Ersatz bestehender Heizkörper in Sanierungen, weil sich viele Grössen und Anschlussvarianten an vorhandene Leitungsführungen anpassen lassen. Häufig werden sie an Aussenwänden unter Fenstern oder an freien Wandflächen montiert. Entscheidend für die Auswahl ist die Heizlast des Raums in Verbindung mit dem vorgesehenen Vorlauf- und Rücklauftemperaturniveau.
Bauarten, Typen und Anschlussvarianten
Unterschieden wird unter anderem nach der Anzahl der Heizplatten und Konvektionsbleche. Gängige Typenbezeichnungen wie 10, 11, 21, 22 oder 33 beschreiben diesen Aufbau und damit auch die Bautiefe und Leistungsdichte. Erhältlich sind profilierte oder glatte Fronten, seitliche oder untere Anschlüsse sowie Ausführungen mit integriertem Ventil als Ventilheizkörper. Für Bereiche mit erhöhten hygienischen Anforderungen gibt es Varianten mit reduzierten Verkleidungsteilen und besser zugänglichen Oberflächen.
Abgrenzung zu Radiatoren, Konvektoren und Wärmepumpenheizkörpern
Innerhalb der Leistung Heizkörper stehen Plattenheizkörper für eine flache, wandmontierte Bauform mit definiertem Verhältnis von Strahlung und Konvektion. Sie unterscheiden sich von klassischen Glieder- oder Gussradiatoren durch ihren plattenförmigen Aufbau. Gegenüber Konvektoren liegt der Fokus weniger auf reiner Luftumwälzung und stärker auf Wärmeabgabe über die Fläche. Von Wärmepumpenheizkörpern grenzen sie sich dadurch ab, dass sie nicht speziell auf sehr tiefe Systemtemperaturen oder ventilatorgestützte Wärmeabgabe ausgelegt sind. Badezimmerheizkörper verfolgen dagegen häufig zusätzlich den Zweck, Textilien aufzuhängen oder zu trocknen.