Wärmeerzeugung und Luftführung bei ölbefeuerten Luftheizgeräten
Ein Ölheizungsluftheizapparat verbindet Brenner, Wärmetauscher, Ventilator und Regelung in einer luftgeführten Heizeinheit. Das Heizöl dient als Energieträger für die Wärmeerzeugung; die erwärmte Luft wird anschliessend direkt ausgeblasen oder über Kanäle verteilt. Je nach Anlage arbeitet das Gerät mit Umluft, Aussenluft oder einer Mischluftführung. Entscheidend für den Betrieb sind eine zur Gerätekonfiguration passende Verbrennungsluftversorgung und eine fachgerecht geplante Abgasabführung.
Einsatz in Hallen, Werkstätten und gewerblichen Nutzflächen
Ölheizungsluftheizapparate werden vor allem in grösseren Räumen eingesetzt, in denen eine Luftheizung technisch sinnvoll ist, etwa in Werkstätten, Lagerbereichen, Produktionszonen oder Hallen. Sie eignen sich für Gebäude mit offenen Grundrissen, bei denen Wärme rasch in den Nutzbereich eingebracht werden soll. Auch in Bestandsbauten sind solche Geräte anzutreffen, wenn bereits eine ölbasierte Infrastruktur vorhanden ist oder einzelne Gebäudeteile unabhängig beheizt werden. Die Eignung hängt unter anderem von Raumhöhe, Luftwechsel, Nutzungsprofil und den Anforderungen an die Luftverteilung ab.
Geräteformen, Aufstellung und Systemvarianten
Innerhalb dieser Leistung gibt es unterschiedliche Ausführungen, etwa freiblasende Hallengeräte oder luftkanalgebundene Systeme für mehrere Zonen. Die Aufstellung kann dezentral im beheizten Bereich oder in Verbindung mit einer separaten Luftführung erfolgen. Je nach Konzept steht die reine Raumheizung im Vordergrund oder die Kombination aus Heizen und Lüften. Unterschiede ergeben sich zudem bei der Regelung, bei der Einbindung von Thermostaten und bei der Ausführung der Luftansaugung und Ausblasrichtung.
Abgrenzung zu anderen Luftheizapparaten
Ölheizungsluftheizapparate sind innerhalb der Hierarchie eine Untergruppe der Luftheizapparate und unterscheiden sich primär durch den Energieträger und die Art der Wärmeerzeugung. Gegenüber Heisswasserluftheizapparaten benötigen sie kein vorgelagertes Warmwassernetz, sondern erzeugen die Wärme im Gerät selbst. Im Unterschied zu Gasheizungsluftheizapparaten ist statt einer Gasversorgung eine Lager- und Zuführungsinfrastruktur für flüssigen Brennstoff erforderlich. Elektrisch beheizte Luftheizapparate arbeiten ohne Verbrennung, während Infrarotluftheizapparate nicht primär die Luft, sondern vor allem Oberflächen und Personen im Strahlungsbereich erwärmen.