Funktionsprinzip an Türen und Durchgängen
Ein Warmluftschleier wird meist oberhalb oder seitlich einer Öffnung montiert und bläst einen gleichmässigen Luftstrom über die gesamte Durchgangsbreite. Dieser Luftstrom bildet eine Barriere gegen kalte Zugluft, Staub oder unerwünschten Lufteintrag von aussen. Die erwärmte Luft unterstützt dabei die thermische Trennung, ersetzt aber keine vollständige Gebäudeheizung und auch keine eigentliche Lüftungsanlage.
Typische Einsatzorte in Gebäuden
Eingesetzt werden Warmluftschleier an Laden- und Gewerbeeingängen, in Empfangsbereichen, bei automatischen Schiebetüren, in Hallenzugängen sowie an internen Übergängen zwischen unterschiedlich temperierten Zonen. Auch in Logistik- und Produktionsbereichen kommen sie vor, wenn Tore oder Türen regelmässig geöffnet werden. Die Eignung hängt unter anderem von Öffnungsgrösse, Türfrequenz, Raumhöhe und den gewünschten Temperaturverhältnissen ab.
Ausführungen nach Beheizung und Einbausituation
Warmluftschleier unterscheiden sich unter anderem nach Art der Wärmebereitstellung, Gerätegrösse und Montageart. Üblich sind decken- oder wandmontierte Geräte für Standardtüren sowie leistungsstärkere Ausführungen für breite oder hohe Öffnungen. Je nach Projekt werden sichtbare Apparate, integrierte Lösungen im Eingangsbereich oder Geräte mit abgestufter Regelung für Luftmenge und Heizleistung vorgesehen.
Abgrenzung zu Luftvorhängen und anderen Apparaten
Innerhalb der Hierarchie gehören Warmluftschleier zu den Apparaten im Bereich Lüftungen und Lüftungsanlagen. Gegenüber einem allgemeinen Luftvorhang bezeichnet der Begriff in der Regel eine Ausführung mit erwärmtem Luftstrom; ein Luftvorhang kann auch unbeheizt ausgeführt sein. Von Luftheizapparaten unterscheiden sich Warmluftschleier durch den Einsatz direkt an Öffnungen, während Frischluftgeräte, Aspiratoren oder Ventilationsanlagen auf Luftwechsel, Zu- oder Abluft für Räume ausgelegt sind.