Was bei einer CO2-Gasüberwachung erfasst wird
Eine CO2-Gasüberwachung misst den Anteil von Kohlendioxid in der Luft und stellt den Messwert für Anzeige, Alarmierung oder Regelung bereit. In Lüftungsanlagen wird sie eingesetzt, um die aktuelle Luftbelastung durch Nutzung eines Raums abzubilden. Grundlage sind fest installierte Sensoren, die in Räumen, Zonen oder Luftkanälen montiert und in die Gebäude- oder Anlagensteuerung eingebunden werden.
Typische Einsatzorte in Gebäuden und Lüftungsanlagen
CO2-Gasüberwachung ist vor allem dort üblich, wo die Belegung stark schwankt oder viele Personen gleichzeitig anwesend sind. Dazu gehören Schulzimmer, Sitzungsräume, Grossraumbüros, Aufenthaltsbereiche, Veranstaltungsräume oder andere innenliegende Nutzflächen mit mechanischer Lüftung. Je nach Anlagendesign erfolgt die Erfassung direkt im Raum oder über die Abluft beziehungsweise den Kanal.
Sensorarten und Einbindung in die Regelung
Üblich sind Raumsensoren und Kanalsensoren. Raumsensoren erfassen die Konzentration am Nutzungsort, während Kanalsensoren Messwerte aus der Luftführung der Anlage liefern. Je nach System werden die Werte zur Anzeige genutzt, in Grenzwertmeldungen übernommen oder direkt für die Regelung von Luftmengen, Volumenstromreglern oder Lüftungsstufen verwendet. Auch kombinierte Sensoren mit weiteren Luftparametern kommen vor, wenn die Überwachung in eine umfassendere Raumluftregelung eingebettet ist.
Abgrenzung zu anderen Überwachungssystemen
Innerhalb der Überwachungssysteme ist CO2-Gasüberwachung auf die Erfassung von Kohlendioxid und die lüftungstechnische Auswertung ausgerichtet. Sie unterscheidet sich damit von Brandschutzklappen-Überwachungssystemen, die Stellung, Auslösung oder Rückmeldung von Brandschutzkomponenten überwachen. Im Unterschied zu allgemeinen Sicherheitslösungen im Gebäude dient CO2-Gasüberwachung primär der Zustandsbeurteilung der Raumluft und der anlagenbezogenen Regelung.