Funktion von Rohrleitungen in der Abwasseraufbereitung
In Abwasseraufbereitungsanlagen übernehmen Rohrleitungen die interne Medienführung zwischen Becken, Pumpen, Armaturen, Dosierstellen und weiteren Aggregaten. Je nach Prozess erfolgt der Transport im Freigefälle oder unter Druck. Die Auslegung richtet sich nach dem Medium, der Temperatur, möglichen chemischen Belastungen sowie nach Reinigungs- und Wartungsanforderungen. Damit unterscheiden sich solche Rohre von einfachen Entwässerungsleitungen im Gebäude deutlich.
Einsatzbereiche entlang des Aufbereitungsprozesses
Rohre für Abwasseraufbereitung werden in Zulaufbereichen, zwischen Vorbehandlungsstufen, in biologischen oder chemisch-physikalischen Prozessen sowie in der Schlammbehandlung eingesetzt. Hinzu kommen Leitungen für Rückführströme, Spülwasser und betriebsinterne Nebenströme. In industriell geprägten Anlagen können die Anforderungen je nach Herkunft des Abwassers stark variieren. Deshalb wird die Rohrführung meist pro Verfahrensabschnitt und nicht pauschal für die gesamte Anlage betrachtet.
Heisswasserfeste und säurebeständige Ausführungen
Nicht jede Leitung in einer Aufbereitungsanlage ist denselben Belastungen ausgesetzt. Heisswasserfeste Rohre kommen dort in Frage, wo erhöhte Medientemperaturen auftreten, etwa bei warmen Prozessströmen oder Reinigungsabläufen. Säurebeständige Rohre werden eingesetzt, wenn saure Medien, chemische Dosierungen oder entsprechend belastete Teilströme geführt werden. In der Praxis werden innerhalb einer Anlage oft unterschiedliche Rohrtypen kombiniert, damit jeder Abschnitt zur tatsächlichen Beanspruchung passt.
Einordnung innerhalb von Abwasseraufbereitungsanlagen
Rohre für Abwasseraufbereitung sind eine Teilkomponente von Abwasseraufbereitungsanlagen und keine eigenständige Anlagenkategorie. Sie müssen mit Armaturen, Dichtungen, Halterungen, Pumpen und den jeweiligen Verfahrensstufen abgestimmt werden. Innerhalb dieser Leistung lassen sich spezialisierte Unterbereiche wie heisswasserfeste oder säurebeständige Rohre unterscheiden. Die Einordnung ist damit enger als bei allgemeinen Rohrsystemen im Tiefbau oder in der Gebäudetechnik, weil sie direkt an den Prozess der Aufbereitung gebunden ist.