Funktionsprinzip der Quellluftausströmung
Bei Quellluft-Auslässen tritt die Zuluft zugarm und mit geringer Impulswirkung aus. Sie breitet sich zunächst im unteren Bereich des Raums aus und wird erst durch Wärmequellen wie Personen, Geräte oder Beleuchtung nach oben bewegt. Dadurch entsteht keine ausgeprägte Mischlüftung, sondern eine vertikale Luftschichtung mit vergleichsweise ruhiger Strömung im Aufenthaltsbereich.
Einsatz in Aufenthaltszonen mit Komfortanforderungen
Quellluft-Auslässe werden dort eingesetzt, wo eine ruhige Luftführung im belegten Raumabschnitt gefordert ist. Typische Anwendungen sind Büros, Sitzungsräume, Schulungsräume, Wartezonen oder andere Innenräume mit definierter Belegung und regelmässigem Aufenthalt. Das System passt vor allem zu Raumkonzepten, in denen Wärme- und Stofflasten nach oben abgeführt werden können.
Bauformen und relevante Planungsparameter
Quellluft-Auslässe sind in verschiedenen Bauformen erhältlich, etwa als bodennahe Wandauslässe, Brüstungselemente oder freistehende Ausführungen. Für die Auslegung sind unter anderem Volumenstrom, Austrittsgeschwindigkeit, Temperaturdifferenz zur Raumluft, Position im Raum sowie die Führung der Abluft relevant. Entscheidend ist, dass die Luft im Aufenthaltsbereich weder Zugerscheinungen erzeugt noch ihre schichtende Wirkung durch ungeeignete Anordnung verliert.
Abgrenzung zu Boden-, Decken- und Drallauslässen
Quellluft-Auslässe unterscheiden sich von Deckenluftauslässen und Drallauslässen vor allem durch die beabsichtigte Luftführung. Während Decken- und Drallauslässe die Zuluft meist mit höherem Impuls in den Raum einbringen und eine stärkere Vermischung erzeugen, arbeiten Quellluft-Auslässe mit geringer Geschwindigkeit und schichtender Verdrängung. Von Boden-Luftauslässen grenzen sie sich dadurch ab, dass nicht die Einbauposition im Boden das Hauptmerkmal ist, sondern das strömungstechnische Prinzip der Quelllüftung.