Funktion von Jalousieklappen im Luftkanal
Eine Jalousieklappe besteht aus einem Rahmen mit mehreren Lamellen, die synchron verstellt werden. Durch die Stellung der Lamellen verändert sich der freie Querschnitt im Kanal und damit der Luftdurchsatz. Solche Klappen werden für die Grobregelung, zum Absperren einzelner Leitungsabschnitte oder zur Anpassung von Luftverteilungen verwendet. Die Dichtheit und die Regelcharakteristik hängen von Konstruktion, Lamellengeometrie und Ansteuerung ab.
Typische Einsatzbereiche in Lüftungs- und Klimaanlagen
Jalousieklappen finden sich in Zu-, Abluft- und Umluftsystemen von Gewerbe-, Industrie- und Verwaltungsbauten. Sie sitzen unter anderem in Haupt- und Nebenkanälen, vor oder nach Lüftungsgeräten sowie in Teilsträngen zur Zonierung von Luftmengen. In technischen Anlagen werden sie auch dort eingesetzt, wo einzelne Bereiche zeitweise ausser Betrieb genommen oder Luftströme an wechselnde Betriebszustände angepasst werden.
Ausführungen und Ansteuerung
Unterschieden wird unter anderem nach Betätigung und Lamellenbewegung. Üblich sind manuell verstellbare Ausführungen mit Hebel oder Gestänge sowie motorisierte Varianten für die Einbindung in die Gebäudeautomation. Je nach Regelaufgabe kommen gleichläufig oder gegenläufig bewegte Lamellen zum Einsatz. Zusätzlich unterscheiden sich Jalousieklappen in Material, Rahmenbauart und Ausführung für unterschiedliche Umgebungsbedingungen.
Abgrenzung zu Brandschutzklappen innerhalb der Klappen
Innerhalb der Leistung "Klappen" dienen Jalousieklappen der lufttechnischen Regelung und Absperrung im normalen Anlagenbetrieb. Sie sind von Brandschutzklappen klar zu trennen: Brandschutzklappen schliessen im Brandfall zur Abschottung von Brandabschnitten, während Jalousieklappen primär den Luftvolumenstrom beeinflussen. Die funktionale Planung, die Auslöselogik und die Anforderungen an den Einbau unterscheiden sich deshalb deutlich.