Funktionsprinzip bei berührungsloser Wasserabgabe
Die Auslösung erfolgt über einen Infrarotsensor, der eine Annäherung erkennt und das Ventil öffnet. Der Wasserfluss endet automatisch, wenn keine Erfassung mehr stattfindet oder eine definierte Laufzeit erreicht ist. Dadurch wird vermieden, dass Wasser nach der Benutzung offen bleibt. Für den Betrieb benötigen solche Armaturen eine Energieversorgung, je nach System etwa über Batterie oder Netzanschluss.
Typische Einsatzorte an Waschtischen
Infrarotgesteuerte Armaturen werden vor allem in Sanitärbereichen mit häufiger Nutzung eingesetzt, etwa in Verwaltungsgebäuden, Schulen, Gastronomie, Gesundheitsbauten, Sportanlagen oder Verkehrsbauten. Dort unterstützt die berührungslose Bedienung einen gleichmässigen Betrieb bei wechselnden Nutzergruppen. Auch in stark frequentierten WC-Anlagen lassen sich Wasserabgabe und Laufzeit gezielter steuern als bei rein manuell bedienten Armaturen.
Bauformen und technische Ausprägungen
Innerhalb dieser Leistung gibt es unterschiedliche Bauformen für den Einsatz am Waschtisch. Üblich sind Standarmaturen auf dem Waschtisch oder auf der Abdeckung sowie Wandarmaturen mit Auslauf aus der Vorwand oder Wand. Je nach Ausführung sind Kaltwasser- oder Mischwasservarianten möglich; die Temperatur kann direkt an der Armatur, verdeckt oder über ein separates Mischventil geregelt werden. Zusätzlich unterscheiden sich die Systeme in Sensorreichweite, Laufzeitsteuerung und Energieversorgung.
Abgrenzung zu Einlochbatterien, Standbatterien und Mischventilen
Infrarotgesteuert beschreibt in erster Linie die Art der Bedienung, nicht nur die Montageform. Eine Einlochbatterie, Standbatterie oder Wandbatterie kann manuell oder sensorbasiert ausgeführt sein; die infrarotgesteuerte Armatur arbeitet jedoch ohne direkten Handkontakt. Mischventile regeln die Temperatur oder das Mischverhältnis, übernehmen aber nicht die berührungslose Auslösung. Gegenüber Wippventilen erfolgt die Wasserfreigabe nicht durch Druckbetätigung, sondern automatisch über den Sensor.