Funktion von Motorschutzschaltern im Motorstromkreis
Ein Motorschutzschalter überwacht den Betriebsstrom eines Motors und schaltet ab, wenn die Belastung den zulässigen Bereich überschreitet. Damit wird verhindert, dass sich Wicklungen, Zuleitungen oder angeschlossene Komponenten unzulässig erwärmen. Die Geräte sind in der Regel auf den Nennstrom des jeweiligen Motors einstellbar und werden direkt im Motorabgang einer Tafel oder eines Steuerverteilers eingebunden.
Typische Anwendungen in Sanitäranlagen und Gebäudetechnik
Im Umfeld von Sanitäranlagen werden Motorschutzschalter vor allem bei Antrieben mit wiederkehrendem oder dauerhaftem Betrieb eingesetzt. Dazu zählen Förderpumpen, Hebeanlagen, Umwälzpumpen, Lüfter, Verdichter oder Dosiersysteme. In Elektrotafeln und Pneumatiktafeln sorgen sie dafür, dass einzelne Antriebe separat abgesichert und bei Störungen gezielt abgeschaltet werden können, ohne den gesamten Schaltschrank ausser Betrieb zu setzen.
Auswahl nach Motorleistung, Einbauart und Schaltkonzept
Bei der Auswahl sind der Motor-Nennstrom, die Anlaufbedingungen, die Einbausituation und das vorgesehene Schaltkonzept massgebend. Je nach Anlage kommen kompakte Geräte für den direkten Schalttafeleinbau oder Ausführungen für die Kombination mit Schützen und Steuerungen zum Einsatz. Relevant ist zudem, ob ein manueller Wiedereinschaltversuch vorgesehen ist, wie die Auslösung signalisiert wird und wie der Motorschutz in die übrige Verdrahtung der Tafel eingebunden ist.
Abgrenzung zu anderen Schutzelementen in der Tafel
Motorschutzschalter sind auf den Schutz von Motorabgängen ausgelegt und unterscheiden sich damit von anderen Schutzelementen im selben Schaltschrank. Fehlerstromschutzschalter überwachen Fehlerströme gegen Erde, Sicherungsautomaten schützen in erster Linie Leitungen, und Schmelzsicherungen dienen dem Überstromschutz mit anderer Kennlinie und anderer Handhabung. Schütze wiederum schalten Lasten betriebsmässig ein und aus, übernehmen aber nicht dieselbe Schutzfunktion wie ein Motorschutzschalter.