Aufgabe von Dosierapparaten in der Beckenwasseraufbereitung
Dosierapparate übernehmen die mengenmässig kontrollierte Zugabe von Betriebsstoffen in das Beckenwasser oder in die zugehörige Aufbereitungsstrecke. Je nach Verfahren werden damit etwa pH-Korrekturmittel, Flockungsmittel oder Desinfektionschemikalien dosiert. Ziel ist nicht die eigentliche Filtration oder Entkeimung, sondern die präzise Einbringung des jeweiligen Mittels in den Prozess.
Typische Einsatzorte in Schwimmbad- und Wassertechnik
Eingesetzt werden Dosierapparate in technischen Anlagen von Hallen- und Freibädern, Hotelpools, Therapiebädern sowie weiteren Becken mit geregelter Wasseraufbereitung. Sie sind in der Regel in den Wasserkreislauf, in Aufbereitungsräume oder in Chemikaliendosierstationen eingebunden. Relevant sind sie überall dort, wo Wasserqualität über laufende Zugabe von Betriebsstoffen stabil gehalten oder gezielt korrigiert wird.
Dosierprinzipien und Ausführungen
Dosierapparate können für unterschiedliche Medien und Betriebsweisen ausgelegt sein. Unterschieden wird unter anderem nach der Dosierung von flüssigen oder festen Stoffen sowie nach manueller, zeitgesteuerter, mengenproportionaler oder messwertabhängiger Zugabe. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von der eingesetzten Chemie, der Anlagengrösse, den Sicherheitsanforderungen und dem Grad der Automatisierung ab.
Abgrenzung zu Chlorierungsanlagen, Desinfektionsanlagen und Filtration
Dosierapparate sind nicht mit Chlorierungsanlagen oder umfassenden Desinfektionsanlagen gleichzusetzen. Eine Chlorierungsanlage bezieht sich auf ein spezifisches Verfahren der Chlorzugabe oder Chlorerzeugung, während ein Dosierapparat allgemein das exakte Einbringen verschiedener Mittel übernimmt. Von Wasserfiltern und Umwälzfiltrieranlagen unterscheidet sich die Leistung dadurch, dass keine Feststoffabtrennung erfolgt, sondern eine stoffliche Dosierung innerhalb der Beckenwasseraufbereitung.