Was Pflasterarbeiten im Strassen- und Wegebau umfassen
Bei Pflasterarbeiten werden befestigte Flächen aus einzelnen Steinen oder Platten hergestellt. Dazu gehören das Herstellen des geeigneten Aufbaus, das Setzen von Einfassungen, die genaue Verlegung im geplanten Verband sowie die Ausbildung von Anschlüssen an Schächte, Rinnen oder bestehende Beläge. Entscheidend ist, dass Tragfähigkeit, Ebenheit und Fugenbild zur vorgesehenen Nutzung passen.
Typische Einsatzbereiche für gepflasterte Flächen
Pflaster wird häufig für Trottoirs, Wege, Plätze, Vorzonen, Zufahrten, Querungsbereiche und Randflächen eingesetzt. Auch bei Flächen mit vielen Einbauten oder wiederkehrenden Leitungsarbeiten ist Pflaster verbreitet, weil sich einzelne Bereiche gezielt aufnehmen und wieder schliessen lassen. In städtebaulich sensiblen Bereichen wird Pflaster zudem verwendet, wenn Materialwirkung, Gliederung und Oberflächenstruktur bewusst sichtbar bleiben sollen.
Materialien, Formate und Bauweisen
Ausgeführt werden Pflasterarbeiten unter anderem mit Betonsteinen, Natursteinen oder Klinkerelementen. Je nach Projekt kommen unterschiedliche Formate, Verlegeverbände und Oberflächenbearbeitungen zum Einsatz. Die Wahl des Systems richtet sich nach Beanspruchung, gewünschter Optik, Unterhaltsaufwand und den Anforderungen an Entwässerung und Anschlüsse.
Abgrenzung zu Asphaltarbeiten, Entwässerungen und Verkehrsplanung
Pflasterarbeiten unterscheiden sich von Asphaltarbeiten durch den modularen Aufbau aus Einzelelementen statt einer geschlossenen Deckschicht. Entwässerungen sind eine eigene Leistung, auch wenn Rinnen, Gefälle und Abläufe bei gepflasterten Flächen früh mitgedacht werden müssen. Verkehrsplanung legt Nutzung, Führung und Dimensionierung fest, während Pflasterarbeiten die bauliche Ausführung des Belags betreffen. Der Bau von Böschungsbefestigungen und Strassenbeschilderungen gehört ebenfalls nicht zur eigentlichen Pflasterfläche, kann aber angrenzend koordiniert werden.