Funktionsprinzip bei der Betonverarbeitung
Der frische Beton wird dem Arbeitsbereich der Maschine zugeführt und in einer formgebenden Gleitschalung verdichtet und ausgeformt. Während sich der Fertiger vorwärts bewegt, bleibt der Querschnitt des Bauteils durch die eingesetzte Schalung definiert. Die Maschine arbeitet damit als kontinuierliches Einbausystem für gleichbleibende oder projektspezifisch vorgegebene Betonprofile.
Typische Bauteile im Strassen- und Wegebau
Eingesetzt werden Gleitschalungsfertiger vor allem dort, wo längere Betonabschnitte mit konstantem Profil hergestellt werden. Dazu zählen je nach Ausrüstung unter anderem Randabschlüsse, Rinnen, Fahrbahntrennungen, Kantenprofile oder weitere lineare Betonbauteile entlang von Verkehrsflächen. Auch bei Sonderprofilen entlang von Strassen, Wegen oder begleitender Infrastruktur kommt dieses Maschinenprinzip zum Einsatz.
Ausführungen nach Profil, Grösse und Maschinenkonzept
Unterschieden wird unter anderem nach der Art des herzustellenden Bauteils, der Dimension des Profils und dem Fahrwerks- beziehungsweise Maschinenaufbau. Ein zentrales Element ist die jeweils passende Gleitschalung, die auf den gewünschten Querschnitt abgestimmt wird. Je nach Anwendung unterscheiden sich zudem Betonzuführung, Verdichtung, Führungsgenauigkeit und die Eignung für enge Radien oder längere Geradeabschnitte.
Abgrenzung zu Betondeckenfertigern
Innerhalb der Kategorie Betonfertiger bezeichnet Gleitschalungsfertiger Maschinen, die Beton mit gleitender, mitfahrender Schalung formen. Im Unterschied zum Betondeckenfertiger sind sie nicht auf flächige Fahrbahndecken beschränkt, sondern werden auch für lineare Profile und spezielle Querschnitte eingesetzt. Vom Betondeckengleitschalungsfertiger grenzt sich diese Leistung dadurch ab, dass dort die Gleitschalung gezielt auf den Einbau von Betondecken ausgerichtet ist.