Was unter Pflastersteinen im Wegebau verstanden wird
Pflastersteine sind einzelne Steine oder Formelemente, aus denen befahrbare oder begehbare Beläge zusammengesetzt werden. Charakteristisch ist die Verlegung mit Fugen, wodurch ein gegliedertes Flächenbild entsteht und Lasten über das System verteilt werden. Im Unterschied zu durchgehenden Belägen lassen sich einzelne Elemente gezielt ersetzen, ohne die gesamte Fläche neu herzustellen.
Typische Einsatzbereiche von Pflasterbelägen
Pflastersteine werden für Gehwege, Plätze, Vorzonen, Hauszugänge, Zufahrten und weitere Verkehrsflächen eingesetzt. Im kommunalen und privaten Aussenraum kommen sie dort zum Einsatz, wo Flächen gegliedert, eingefasst oder an bestehende Situationen angepasst werden müssen. Auch in Bereichen mit Richtungswechseln, Randabschlüssen oder kleineren Anpassungen an Schächte und Einbauten sind sie verbreitet.
Materialien, Formate und Verlegebilder
Pflastersteine sind in unterschiedlichen Materialien und Oberflächen erhältlich, etwa aus Beton oder Naturstein. Neben rechteckigen Formaten gibt es Verbund-, Quadrat- oder Sonderformen, die je nach Projekt andere Verlegebilder ermöglichen. Die Wahl von Steinformat, Kantenbearbeitung, Oberfläche und Verband beeinflusst die optische Wirkung der Fläche ebenso wie ihre Nutzung und den späteren Unterhalt.
Abgrenzung zu Platten innerhalb der Kategorie Grossformate
Innerhalb der Materialkategorie Grossformate werden Pflastersteine von Platten vor allem über Aufbau und Flächencharakter abgegrenzt. Pflastersteine bestehen aus vielen einzelnen Elementen mit dichtem Fugennetz und eignen sich für kleinteilig strukturierte oder geometrisch komplexe Flächen. Platten wirken ruhiger und flächiger, während Pflastersteine mehr Spielraum bei Verbänden, Richtungswechseln und dem Austausch einzelner Elemente bieten.