Was unter Schotter im Wegebau verstanden wird
Schotter besteht aus gebrochenem Gestein mit kantiger Kornform. Diese Kornstruktur unterscheidet ihn von rundkörnigen Materialien und beeinflusst Lagerung, Verzahnung und Verdichtungsverhalten. Im Strassen- und Wegebau wird Schotter dort eingesetzt, wo eine ungebundene Schicht Lasten aufnehmen, Wasser ableiten oder einen tragfähigen Unterbau unterstützen soll.
Einsatzbereiche in Strassen, Wegen und Randzonen
Typische Anwendungen liegen in Fundations- und Tragschichten von Verkehrsflächen, in Zufahrten, Gehwegen, Plätzen sowie in Rand- und Bankettbereichen. Schotter wird auch für Unterbauten unter befestigten Belägen oder für Schichten mit erhöhter Wasserdurchlässigkeit verwendet. Welche Ausführung geeignet ist, hängt unter anderem von Belastung, Aufbauhöhe, Untergrund und Entwässerungskonzept ab.
Unterscheidung nach Körnung, Gesteinsart und Aufbereitung
Schotter wird je nach Projekt nach Korngrössenbereich, Gesteinsherkunft und Materialaufbereitung ausgewählt. Relevant sind unter anderem grobere oder fein abgestufte Gemische, gewaschene oder ungewaschene Varianten sowie natürliche oder rezyklierte mineralische Materialien, sofern sie für den vorgesehenen Einsatz geeignet sind. Die konkrete Eignung richtet sich nach den Anforderungen an Tragfähigkeit, Verdichtbarkeit, Frostverhalten und Wasserabfluss.
Abgrenzung zu anderem ungebundenem Material
In der Hierarchie des Strassenbaus gehört Schotter zur Gruppe der ungebundenen Materialien. Gegenüber der Geschwisterleistung sonstiges ungebundenes Material ist Schotter enger gefasst und bezeichnet speziell gebrochenes, körniges Gesteinsmaterial. Davon zu unterscheiden sind andere ungebundene Stoffe oder Gemische, die zwar ebenfalls ohne Bindemittel eingebaut werden, aber nicht unter den Begriff Schotter fallen.