Was im Sicherheitsnachweis festgehalten wird
Ein SiNa bezieht sich auf eine konkrete elektrische Installation oder auf klar abgegrenzte Arbeiten daran. Er ordnet die Installation einem Objekt zu, beschreibt den Umfang der überprüften Arbeiten und bestätigt, dass die vorgeschriebenen Kontrollen durchgeführt wurden. Je nach Situation werden ergänzende Unterlagen wie Messwerte, Prüfprotokolle, Stromkreisangaben oder weitere technische Nachweise beigelegt oder referenziert.
Typische Anlässe für die Erstellung eines SiNa
Ein Sicherheitsnachweis wird üblicherweise nach Neuinstallationen sowie nach Änderungen oder Erweiterungen an bestehenden elektrischen Anlagen erstellt. Dazu gehören etwa Umbauten in Wohn- und Gewerbeobjekten, Anpassungen von Verteilungen, zusätzliche Stromkreise oder neue fest angeschlossene Betriebsmittel. Der SiNa entsteht nicht zu Beginn des Projekts, sondern nach Abschluss der Arbeiten und nach den erforderlichen Kontrollen.
Unterlagen und Nachweistiefe je nach Anlage
Der Umfang des SiNa richtet sich nach Art und Komplexität der Installation. Bei überschaubaren Arbeiten kann der Nachweis entsprechend kompakt ausfallen, während bei grösseren oder technisch anspruchsvolleren Anlagen zusätzliche Angaben zur Struktur, zu Messungen und zu den geprüften Anlageteilen erforderlich sind. In der Praxis wird der SiNa deshalb oft zusammen mit technischen Begleitunterlagen geführt, damit der Prüfstand später nachvollziehbar bleibt.
Abgrenzung zu Abnahmekontrolle, periodischem Kontrollbericht und CE-Kennzeichnung
Die Abnahmekontrolle ist der Prüfvorgang an der Installation; der Sicherheitsnachweis ist das daraus resultierende formale Dokument. Periodische Kontrollberichte beziehen sich auf wiederkehrende Kontrollen bestehender Anlagen im Betrieb und nicht auf den Abschluss einer konkreten Installationsarbeit. Die CE-Kennzeichnung betrifft Produkte und Geräte, nicht den Sicherheitsnachweis einer fest installierten elektrischen Anlage. Sicherheitsanalysen wiederum bewerten Risiken, ersetzen aber keinen SiNa.