Beleuchtungen als Gewerk der Gebäudesystemtechnik
Innerhalb der Gebäudesystemtechnik bezeichnet Beleuchtungen das Gewerk für künstliches Licht in Innen- und Außenbereichen eines Gebäudes. Dazu zählen Leuchten, Schalter, Taster, Dimmkomponenten, Präsenz- oder Bewegungsmelder sowie Schnittstellen zu übergeordneten Steuerungen. Je nach Konzept werden einzelne Lichtkreise separat geschaltet, gedimmt oder zu Szenen zusammengefasst. Die Leistung umfasst damit mehr als die Montage von Leuchten: Sie betrifft auch die funktionale Einbindung in das technische Gesamtsystem des Gebäudes.
Typische Einsatzbereiche von Beleuchtungssystemen
Beleuchtungen werden in Nutzflächen mit unterschiedlichen Anforderungen eingesetzt, etwa in Büros, Wohnbauten, Verkaufsflächen, Bildungsgebäuden, Erschliessungszonen, Technikräumen oder Aussenanlagen. In Arbeitsbereichen stehen häufig gleichmässige Lichtverhältnisse und zonierte Steuerungen im Vordergrund, während in Verkehrsflächen einfache Schalt- oder Präsenzfunktionen genügen können. In gemeinschaftlich genutzten Gebäudeteilen werden oft zentrale Schaltfunktionen, Zeitprogramme oder Sammelbedienungen vorgesehen. Aussenbeleuchtungen werden zusätzlich mit Dämmerungs- oder Zeitsteuerungen kombiniert.
Funktionen, Steuerungsarten und Systemausprägungen
Beleuchtungen können konventionell ausgeführt oder in ein automatisiertes Gebäudesystem eingebunden werden. Übliche Funktionen sind Ein und Aus, Dimmen, Gruppenbildung, Lichtszenen, Zentralbefehle sowie zeit- oder sensorabhängige Schaltungen. In vernetzten Anlagen lassen sich Beleuchtungen mit Präsenzmeldungen, Tageslichtwerten oder Raumzuständen verknüpfen. Auch die Bedienung über Taster, Touchpanels oder zentrale Visualisierungssysteme ist möglich. Welche Ausprägung sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Gebäudegrösse und gewünschter Betriebslogik ab.
Abgrenzung zu Jalousien, Klima, Visualisierung und Sicherheit
Beleuchtungen sind von benachbarten Gewerken klar zu unterscheiden, auch wenn technische Verknüpfungen häufig sind. Jalousien steuern den Sonnenschutz und das Tageslicht, erzeugen aber kein künstliches Licht. Klima und Lüftung regeln Luftzustände, während Visualisierungen vor allem der Darstellung und Bedienung mehrerer Gewerke dienen. Systemtechniken bilden oft die technische Grundlage für die Vernetzung, sind aber nicht mit dem Beleuchtungsgewerk selbst gleichzusetzen. Gegenüber Alarmtechnik und Sicherheitstechnik liegt der Fokus nicht auf Gefahrenmeldung oder Schutzfunktionen, sondern auf Lichtbereitstellung und Lichtsteuerung im Gebäude.