Was Freilandsicherungssysteme überwachen
Im Unterschied zu innenliegenden Meldesystemen erfassen Freilandsicherungssysteme Vorgänge auf dem Grundstück oder entlang der Umfriedung. Überwacht werden je nach Konzept Zäune, Tore, Mauerverläufe, Zufahrten, Randzonen oder offene Flächen. Ziel ist die Detektion eines Übersteigens, Durchtrennens, Unterquerens oder unbefugten Betretens, bevor ein Objekt selbst erreicht wird.
Einsatz an Perimetern und offenen Arealen
Typische Anwendungen finden sich dort, wo der Schutz nicht erst an der Gebäudehülle beginnen soll. Dazu zählen umschlossene Betriebsareale, Lager- und Umschlagflächen, technische Infrastrukturen, Werkhöfe oder abgegrenzte Aussenbereiche mit kontrollierten Zufahrten. Auch bei weitläufigen Grundstücken mit wenigen baulichen Abschlüssen werden Freilandsicherungssysteme eingesetzt, wenn Annäherungen früh erkannt werden sollen.
Mögliche Systemarten im Aussenbereich
Freilandsicherungssysteme werden an die bauliche und topografische Situation angepasst. Verbreitet sind zaungebundene Systeme, linienförmige Perimeterüberwachung entlang von Grenzen sowie flächenbezogene Erfassung offener Bereiche. Bei der Planung sind Faktoren wie Geländeform, Vegetation, Wetter, Tiere, Tore und regelmässige Bewegungen im Aussenraum zu berücksichtigen, damit die Erfassung zur Nutzung des Areals passt.
Abgrenzung zu Einbruchmeldeanlagen und Videoüberwachungen
Freilandsicherungssysteme sind auf den Schutz des Aussenraums ausgerichtet. Einbruchmeldeanlagen erfassen dagegen in der Regel Zugänge, Öffnungen oder Bewegungen an und in Gebäuden. Videoüberwachungen liefern Bildinformationen, ersetzen aber nicht zwingend die eigentliche Detektion eines Perimeteralarms. Innerhalb der Hierarchie gehören Freilandsicherungssysteme damit zu den spezialisierten Alarmanlagen für den Aussenbereich.