Aufgabe von TV-Verstärkern in Empfangsanlagen
Ein TV-Verstärker kompensiert Dämpfungen, die in Koaxialnetzen durch Kabel, Verteiler, Abzweiger oder Anschlussdosen entstehen. Er wird so in die Anlage eingebunden, dass das Signal nach der Verteilung noch in geeigneter Qualität verfügbar ist. Dabei geht es nicht nur um mehr Signalstärke, sondern um eine abgestimmte Pegelanpassung innerhalb des gesamten Empfangswegs.
Typische Einsatzorte in Gebäuden und Verteilnetzen
TV-Verstärker kommen in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern, Gewerbeobjekten und kleineren Verteilanlagen vor. Sie werden eingesetzt, wenn mehrere Teilnehmer versorgt werden, grössere Kabellängen vorhanden sind oder das Eingangssignal vor der hausinternen Verteilung angepasst werden muss. Je nach Anlagenaufbau sitzen sie nahe beim Einspeisepunkt, in Verteilfeldern oder an definierten Signalabschnitten.
Gängige Ausführungen und technische Unterschiede
Verbreitet sind Hausverstärker, Mastverstärker und breitbandige Verstärker für bestimmte Frequenzbereiche. Welche Ausführung passt, hängt davon ab, ob die Anlage mit terrestrischen Signalen, Kabelfernsehen oder anderen Empfangswegen arbeitet. Relevante Merkmale sind unter anderem der unterstützte Frequenzbereich, die Einbindung in das vorhandene Netz sowie die Frage, ob der Verstärker für den jeweiligen Signalweg und die vorgesehene Verteilung geeignet ist.
Abgrenzung zu Antennen, TV-Steckdosen und Kabelfernsehanlagen
TV-Verstärker sind keine Empfangseinheiten, sondern Komponenten zur Signalaufbereitung innerhalb einer bestehenden Anlage. Im Unterschied zu Antennen und Satelliten-Empfangsanlagen erzeugen sie keinen Empfang, sondern bearbeiten ein bereits anliegendes Signal. Gegenüber TV-Steckdosen erfüllen sie keine Anschlussfunktion am Endpunkt, sondern wirken im Signalweg der Verteilung. Von rückwegtauglichen Kabelfernsehanlagen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nur einen Teil des Netzes bzw. der Signalführung betreffen und nicht die gesamte bidirektionale Anlagenstruktur beschreiben.