Wie DoorCom-IP-Anlagen technisch eingebunden werden
Bei DoorCom-IP-Anlagen wird die Türkommunikation in eine bestehende oder neu aufgebaute Netzwerkinfrastruktur eingebunden. Typisch ist die Kopplung einer Türstation oder eines Türkommunikationsmoduls an das lokale IP-Netz, damit definierte Endgeräte einen Türruf empfangen können. Je nach Ausführung lassen sich Audio, Video und Schaltfunktionen wie der Türöffner in dasselbe System einbinden. Relevant sind dabei die saubere Netzwerkanbindung, die Versorgung der Komponenten und die Abstimmung mit der übrigen Gebäudetechnik.
Typische Einsatzumgebungen für IP-basierte Türkommunikation
DoorCom-IP-Anlagen werden dort eingesetzt, wo Türrufe nicht nur an eine klassische Innenstation, sondern an mehrere vernetzte Empfangspunkte weitergeleitet werden sollen. Das ist etwa in Bürogebäuden, gemischt genutzten Liegenschaften, Mehrparteienobjekten oder bei räumlich verteilten Arbeitsplätzen sinnvoll. Auch in Sanierungen kann die Nutzung vorhandener Netzwerkstrukturen eine Rolle spielen, wenn Kommunikationswege flexibel geführt werden müssen. In grösseren Gebäuden erleichtert die IP-Anbindung zudem die Zuordnung von Eingängen, Teilnehmern und Endgeräten.
Ausprägungen und Komponenten von DoorCom-IP-Anlagen
Die Systeme unterscheiden sich unter anderem nach Audio- oder Videofunktion, nach der Anzahl angeschlossener Türen und nach der Art der angebundenen Endgeräte. Möglich sind einfache Lösungen für einen einzelnen Eingang ebenso wie Anlagen mit mehreren Türstationen und verschiedenen internen Empfangspunkten. Je nach System gehören dazu Türstationen, Innenstationen, Netzwerkmodule, Schaltkontakte für den Türöffner und Konfigurations- oder Verwaltungsoberflächen. Ob zusätzlich Funktionen wie Rufweiterleitung, Bildanzeige oder Protokollierung verfügbar sind, hängt von der konkreten Ausführung ab.
Abgrenzung zu Türsprech-, Video- und Zutrittssystemen
Innerhalb der Gebäudekommunikation und Zutrittskontrolle beschreibt DoorCom-IP-Anlagen die IP-basierte Form der Türkommunikation. Türsprechanlagen und Gegensprechanlagen benennen in erster Linie die Kommunikationsfunktion, ohne zwingend die Netzwerktechnik festzulegen. Videosprechanlagen fokussieren auf die Bildübertragung; eine DoorCom-IP-Anlage kann eine Videosprechanlage sein, muss es aber nicht. Fingerprint- und Pupillenscan-Systeme dienen der Identifikation und Freigabe, während DoorCom-IP-Anlagen auf Ruf, Sprachverbindung und gegebenenfalls Türöffnung ausgerichtet sind. Sonnerieanlagen beschränken sich demgegenüber auf die Signalisierung ohne eigentliche Sprechverbindung.