Was Telematik in Elektroinstallationen umfasst
Zur Telematik gehören Planung, Installation und Erweiterung von Kommunikationsnetzen in Gebäuden und Anlagen. Dazu zählen strukturierte Gebäudeverkabelungen, Netzanschlüsse, Verteilpunkte, Patchfelder, Anschlüsse für Telekommunikation sowie Schnittstellen für Medien- und Datendienste. Je nach Projekt umfasst die Leistung vor allem die passive Infrastruktur oder zusätzlich die Einbindung aktiver Komponenten.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden und Betrieben
Telematik wird in Bürogebäuden, Wohnüberbauungen, Gewerbebauten, Bildungsbauten und Industriebetrieben eingesetzt. Typische Anwendungen sind Arbeitsplatzvernetzung, Anbindung von WLAN-Infrastruktur, Telefonie, Besprechungs- und Präsentationstechnik, Standortverbindungen sowie die Kommunikation zwischen Anlagen, Maschinen oder Steuerungen. Auch bei Umbauten und Nutzungsänderungen ist Telematik oft ein eigenes Gewerk innerhalb der Elektroinstallation.
Teilbereiche von Telematik
Daten-Netzwerke betreffen die Übertragung und Verteilung digitaler Informationen innerhalb eines Gebäudes oder Areals. Industrieanbindungen beziehen Maschinen, Produktionsanlagen oder technische Systeme in die Kommunikationsinfrastruktur ein. Multimedia umfasst Anschlüsse und Verteilungen für Audio-, Video- und Präsentationsanwendungen. Telekommunikation behandelt Anschlüsse und Infrastrukturen für Sprachkommunikation und verwandte Dienste.
Abgrenzung zu Beleuchtungen und Schwachstromanlagen
Innerhalb der Elektroinstallationen ist Telematik auf Kommunikations- und Netzwerkinfrastruktur ausgerichtet. Beleuchtungen betreffen dagegen Leuchten, Lichtsteuerung und die elektrische Versorgung von Lichtsystemen. Schwachstromanlagen sind breiter gefasst und können je nach Projekt auch Klingel-, Sprech-, Ruf- oder Meldesysteme einschliessen. Telematik bildet daraus den Bereich, der speziell der Übertragung von Daten, Sprache und Medien dient.