Was unter LAN im Bereich Daten-Netzwerke verstanden wird
Ein LAN verbindet Endgeräte über feste Leitungswege zu einem lokalen Netzwerk. Zur Leistung gehören typischerweise die strukturierte Gebäudeverkabelung, Anschlussdosen, Patchfelder, Verteilerschränke sowie die Anbindung an Switches und weitere Netzwerktechnik. Im Unterschied zu reinen IT-Dienstleistungen liegt der Schwerpunkt hier auf der physischen Netzwerkinfrastruktur im Gebäude.
Typische Einsatzbereiche für kabelgebundene Netzwerke
LAN wird dort eingesetzt, wo stationäre, stabile und gut dokumentierbare Datenverbindungen benötigt werden. Dazu zählen Büroarbeitsplätze, Besprechungsräume, Server- und Technikräume, Produktionsumgebungen, Verkaufsflächen sowie schulische und öffentliche Gebäude. Auch Geräte wie Drucker, VoIP-Telefone, Access Points oder Steuerungskomponenten werden häufig über das lokale Netzwerk eingebunden.
Ausführungen bei Verkabelung und Netzaufbau
Ein LAN kann mit Kupferverkabelung, mit Glasfaser oder in einer Kombination aus beiden aufgebaut werden. Kupfer wird oft für die Anbindung einzelner Arbeitsplätze und Geräte verwendet, während Glasfaser bei grösseren Distanzen, zwischen Verteilpunkten oder bei erhöhten Anforderungen an Bandbreite und Störsicherheit eingesetzt wird. Je nach Objekt gehören auch Reserven für spätere Erweiterungen, die saubere Beschriftung aller Anschlüsse und die Trennung verschiedener Netzsegmente zur Planung.
Abgrenzung zu WLAN innerhalb der Telematik
LAN ist die kabelgebundene Unterleistung innerhalb von Daten-Netzwerken und unterscheidet sich damit klar von WLAN als funkbasiertem Zugang. Ein LAN ist auf feste Anschlusspunkte, konstante Übertragungswege und eine kontrollierte physische Infrastruktur ausgelegt. WLAN ergänzt diese Struktur für mobile Nutzung, ersetzt sie aber nicht in Bereichen, in denen Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit oder feste Geräteanschlüsse im Vordergrund stehen.