Was unter Video im Multimedia-Bereich verstanden wird
Die Leistung Video bezieht sich auf Systeme, mit denen Bildsignale erfasst, übertragen, umgeschaltet und angezeigt werden. Im elektrotechnischen Kontext geht es dabei um die technische Infrastruktur und die Integration der Komponenten in Räume, Möbel, Netzwerke oder Gebäudetechnik. Typische Elemente sind Bildschirme, Projektoren, Signalverteiler, Anschlusspunkte, Steuerungseinheiten und passende Verkabelungen.
Typische Einsatzbereiche für Videotechnik
Videolösungen werden in Sitzungszimmern, Schulungsräumen, Empfangsbereichen, Verkaufsflächen, Mehrzweckräumen oder internen Informationszonen eingesetzt. Je nach Nutzung liegt der Schwerpunkt auf Präsentationen, der Übertragung von Bildinhalten, Videokonferenzen oder der dauerhaften Anzeige von Informationen. In solchen Anwendungen muss die Videotechnik auf Raumgrösse, Sichtachsen, Lichtverhältnisse und vorhandene Infrastruktur abgestimmt sein.
Gängige Ausprägungen von Videoanlagen
Videoanlagen können als einzelne Anzeigeeinheit oder als umfassenderes System ausgeführt sein. Dazu zählen fest installierte Displays, Projektionslösungen, mobile oder stationäre Präsentationsanschlüsse sowie vernetzte Systeme zur Signalverteilung in mehrere Räume oder Zonen. Je nach Anforderung werden auch Kameras für Konferenzanwendungen, Quellenumschaltung oder zentrale Bedienkonzepte integriert.
Abgrenzung zu TV, Audio und Computer
Innerhalb der Multimedia-Hierarchie ist Video von benachbarten Leistungen klar zu trennen. Audio betrifft die Tonwiedergabe und Beschallung, während Video auf das Bildsignal und dessen Darstellung ausgerichtet ist. TV bezieht sich stärker auf Fernsehempfang, Fernsehgeräte und zugehörige Anschlüsse, während Video auch Präsentations- und Konferenzumgebungen umfasst. Gegenüber Computer steht bei Video nicht der Arbeitsplatzrechner im Fokus, sondern die Bildtechnik und deren Integration. Von Videoüberwachung ist diese Leistung ebenfalls zu unterscheiden, da diese dem Sicherheitsbereich zugeordnet wird.