Funktion des Generatoranschlusskastens in PV-Anlagen
Der Generatoranschlusskasten sitzt zwischen Solarmodulfeld und nachgelagerten Komponenten der DC-Seite. Er dient dazu, Stringleitungen zusammenzuführen und definierte Anschlusspunkte für den weiteren Leitungsverlauf bereitzustellen. Abhängig vom Systemkonzept können darin auch Schutzkomponenten gegen Überstrom oder Überspannung sowie Trennmöglichkeiten integriert sein. Welche Funktionen tatsächlich erforderlich sind, hängt von Anzahl und Verschaltung der Strings sowie vom Aufbau der Gesamtanlage ab.
Typische Einsatzsituationen auf Dach-, Fassaden- und Freiflächenanlagen
Generatoranschlusskästen werden vor allem dort eingesetzt, wo mehrere Strings aus einem Generatorfeld gebündelt werden müssen. Das betrifft klassische Aufdachanlagen ebenso wie grössere Fassadenanlagen oder PV-Felder im Freiland. Bei weit verzweigten Modulfeldern können sie die Leitungsführung strukturieren und den Übergang vom Feld zur zentralen Technik vereinheitlichen. In kleineren Anlagen mit wenigen Strings kann die Zusammenführung je nach Gerätekonzept auch ohne separaten Generatoranschlusskasten gelöst werden.
Ausführungen, Bestückung und planerische Unterschiede
Generatoranschlusskästen unterscheiden sich unter anderem nach Anzahl der anschliessbaren Strings, Gehäuseausführung, Schutzart und interner Bestückung. Möglich sind einfache Anschlusskästen ebenso wie vorkonfigurierte Varianten mit Sicherungen, Überspannungsschutz oder Lasttrennfunktionen. Für die Planung relevant sind die elektrischen Kennwerte der PV-Strings, die Umgebungsbedingungen am Montageort und die Anforderungen an Wartung und Zugänglichkeit. In der Praxis ist auch zu klären, ob der Kasten nahe am Generatorfeld, gebäudeintern oder in einer Technikzone angeordnet wird.
Abgrenzung zu Wechselrichter, Blitzschutz und Messtechnik
Innerhalb der Hierarchie gehört der Generatoranschlusskasten zum Zubehör der Solarenergie und nicht zur eigentlichen Energieumwandlung. Im Unterschied zum Wechselrichter wandelt er keinen Strom um, sondern organisiert und schützt die DC-seitige Anbindung des PV-Generators. Von Blitzschutzkomponenten unterscheidet er sich dadurch, dass er nicht das gesamte Blitzschutzkonzept ersetzt, auch wenn Überspannungsschutz darin integriert sein kann. Gegenüber Messgeräten, Zählern oder Datenloggern steht nicht die Erfassung von Betriebsdaten im Vordergrund, sondern die elektrische Zusammenführung und Absicherung der Stringleitungen.