Temporäre Stromverteilung im Baustellenbetrieb
Unter Stromverteilern auf Baustellen wird die provisorische elektrische Verteilung für zeitlich begrenzte Bauvorhaben verstanden. Dazu gehören Verteilerpunkte, an denen eingespeister Strom auf mehrere Abgänge aufgeteilt, abgesichert und für unterschiedliche Verbraucher bereitgestellt wird. Solche Lösungen sind auf den Baustellenbetrieb ausgerichtet und werden so geplant, dass Arbeitsbereiche, Geräte und Hilfseinrichtungen während der jeweiligen Bauphase versorgt werden können.
Einsatzbereiche von Rohbau bis Ausbau
Stromverteiler werden überall dort eingesetzt, wo auf einer Baustelle noch keine definitive elektrische Infrastruktur verfügbar ist oder wo zusätzliche Verteilungspunkte nötig sind. Typische Anwendungen sind die Versorgung von Baugeräten, Kränen, Pumpen, Trocknungsgeräten, Baubeleuchtung, Werkcontainern und temporären Arbeitsplätzen. Je nach Projektgrösse reicht eine einfache Verteilung für einzelne Zonen nicht aus, sodass mehrere Verteiler über das Gelände verteilt werden.
Aufbau und Ausführungen je nach Baustellensituation
Temporäre Stromverteilungen können als zentrale Hauptverteilung, als nachgelagerte Unterverteilung oder als mobile Verteilereinheit ausgeführt sein. Die Auslegung richtet sich nach Anzahl und Art der Verbraucher, den erforderlichen Anschlussmöglichkeiten, den Weglängen auf der Baustelle sowie nach den Umgebungsbedingungen. Auf grossen oder in Bauetappen organisierten Baustellen werden Verteilungen oft abschnittsweise aufgebaut und im Verlauf des Projekts versetzt oder erweitert.
Abgrenzung zu Baustromverteilern und Notstromlösungen
Innerhalb der Bauprovisorien bezeichnet Stromverteiler auf Baustellen die gesamte Aufgabe der provisorischen Energieverteilung auf dem Bauareal. Der Begriff Baustromverteiler wird dagegen häufig für das einzelne Verteilergerät oder eine konkrete Verteilerstation verwendet. Von Netzzusatzaggregaten und Notstromgruppen unterscheiden sich Stromverteiler dadurch, dass sie Strom nicht erzeugen oder als Reserve bereitstellen, sondern vorhandene Energie auf der Baustelle weiterverteilen.