Was bei der Aufarbeitung bearbeitet wird
Verarbeitet werden insbesondere belastetes Erdreich, Mischmaterial aus Rückbau, mineralische Baurestmassen sowie Fein- und Grobfraktionen mit unterschiedlichen Fremdstoffen. Die Aufarbeitung beginnt in der Regel mit Annahme, Kontrolle und Zuordnung des Materials. Danach folgen je nach Ausgangslage Schritte wie Siebung, Sortierung, Abtrennung von Störstoffen und weitere Behandlungsverfahren, um die Zusammensetzung des Materials gezielt zu verändern.
Typische Materialströme aus Bau, Rückbau und Sanierung
Die Leistung wird dort eingesetzt, wo Aushub- oder Rückbaumaterial nicht direkt wiederverwendet oder deponiert werden kann. Dazu gehören belastete Böden von Industrie- und Verkehrsstandorten, mineralische Rückbaumaterialien aus Abbruchprojekten sowie gemischte Baurestmassen aus Umbau und Tiefbau. Die Aufarbeitung dient in solchen Fällen dazu, Stoffströme nach Fraktionen aufzuteilen und für den nächsten Verwertungsschritt oder die Entsorgung technisch vorzubereiten.
Fraktionierung, Waschverfahren und Recycling-Produkte
Zu den typischen Teilbereichen gehört die Fraktionierung, bei der Materialien nach Korngrösse, Dichte oder Stoffart getrennt werden. Ein physikalisch-chemisches Waschverfahren kann eingesetzt werden, wenn anhaftende oder fein verteilte Belastungen aus bestimmten mineralischen Fraktionen gelöst oder reduziert werden sollen. Soweit die Materialqualität es zulässt, können aus aufbereiteten mineralischen Stoffen Recycling-Produkte hergestellt werden, etwa definierte Sekundärbaustoffe für technische Anwendungen.
Abgrenzung zu Transport, Verbrennung und organischer Verwertung
Innerhalb der Abfallannahmestellen und Dienstleistungen ist die Aufarbeitung von kontaminiertem Erdreich/Baurestmassen eine spezialisierte Anlagenleistung für mineralische Stoffströme. Sie unterscheidet sich von Transportleistungen, die den Materialfluss organisieren, aber keine eigentliche Behandlung vornehmen. Ebenso ist sie von Abfallverbrennungsanlagen sowie von Biogas- und Kompostanlagen abzugrenzen, da dort andere Stoffgruppen und andere Behandlungsziele im Vordergrund stehen.