Funktion von Containern in der Abfallbewirtschaftung
Container bündeln Abfälle an einem definierten Sammelpunkt und ermöglichen deren Abfuhr mit geeigneten Transportfahrzeugen. Je nach Ausführung sind sie für lose, sperrige, schwere oder witterungsempfindliche Materialien ausgelegt. Im Unterschied zu kleineren Behältern stehen bei Containern die hohe Aufnahmekapazität, die mechanische Handhabung und die Einbindung in Entsorgungslogistik im Vordergrund.
Typische Einsatzorte und Abfallfraktionen
Eingesetzt werden Container unter anderem auf Werkhöfen, bei Industrie- und Gewerbebetrieben, auf Baustellen, an Sammelstellen sowie bei Rückbau- und Unterhaltsarbeiten. Typische Inhalte sind Mischabfälle, Holz, Metall, mineralische Fraktionen, Grüngut oder separat erfasste Wertstoffe. Die Eignung hängt von Gewicht, Volumen, Feuchtigkeit, Geruchsentwicklung und den Anforderungen an die Anlieferung oder den Abtransport ab.
Bauformen und Ausführungen
Gängige Bauformen sind offene und geschlossene Container sowie Systeme mit Klappen, Deckeln oder Einwurfeinrichtungen. In der Praxis werden unter anderem Mulden, Absetzcontainer und Abrollcontainer verwendet. Je nach Einsatzzweck kommen verstärkte Ausführungen, flüssigkeitsdichte Varianten oder Modelle mit spezieller Korrosionsbeständigkeit in Frage. Auch die Befüllung von oben, seitlich oder über definierte Einwurföffnungen beeinflusst die Wahl.
Abgrenzung zu Behältern, Kühlcontainern und weiteren Systemen
Innerhalb der Sammeleinrichtungen bezeichnet Container in der Regel grössere, transportfähige Einheiten für Abfallmengen, die über klassische Behälter hinausgehen. Behälter sind meist kleiner und näher auf einzelne Übergabepunkte oder Innenbereiche ausgerichtet. Kühlcontainer sind für temperaturkritische Stoffe konzipiert und damit eine spezialisierte Form. Pressen verdichten Material, Trennsysteme dienen der sortenreinen Erfassung und Wiegesysteme der mengenbezogenen Erfassung; sie erfüllen andere Aufgaben als der Container selbst.