Was Pressen bei Abfallströmen leisten
Abfallpressen reduzieren das Volumen von Materialien wie Karton, Folien, Mischabfall oder anderen pressbaren Fraktionen. Durch die Verdichtung sinkt der Platzbedarf bei der Zwischenlagerung, und Transporte lassen sich in grösseren Intervallen organisieren. Die Ausführung richtet sich unter anderem nach Materialeigenschaften, Anfallmenge, Beschickung und den Anforderungen an Entleerung oder Weitertransport.
Typische Einsatzorte in Sammlung und Entsorgung
Pressen werden in Gewerbe- und Industriebetrieben, Logistikstandorten, Handelsflächen, öffentlichen Einrichtungen sowie an grösseren Sammelpunkten eingesetzt. Relevant sind sie vor allem bei gleichmässig anfallenden, voluminösen Abfällen. In solchen Umgebungen dienen sie dazu, Sammelstellen geordnet zu halten und die nachgelagerte Entsorgungslogistik an den tatsächlichen Materialanfall anzupassen.
Bauformen und technische Ausprägungen
Im Einsatz sind unter anderem stationäre Pressen, mobile Presscontainer oder kompakte Systeme für definierte Abfallfraktionen. Unterschiede bestehen bei Einfüllöffnung, Pressmechanik, Bedienung, Verdichtungsgrad und Anbindung an bestehende Behälter- oder Containerlösungen. Je nach Anwendung kann eine Presse für gemischte Abfälle ausgelegt sein oder gezielt auf wiederkehrende Materialien wie Kartonagen oder Kunststofffolien.
Abgrenzung zu Behältern, Containern und Trennsystemen
Pressen gehören innerhalb der Sammeleinrichtungen zu den Systemen, die Abfälle aktiv verdichten. Behälter und Container dienen in erster Linie der Aufnahme und Bereitstellung, ohne das Volumen zu verändern. Trennsysteme ordnen verschiedene Fraktionen bereits bei der Erfassung, während Wiegesysteme Mengen erfassen und Kühlcontainer temperaturkritische Stoffe lagern. Pressen unterscheiden sich somit durch ihre Funktion der Volumenreduktion vor Transport oder Behandlung.