Inhalt der Leistung im Planungs- und Beratungskontext
Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft umfasst die fachliche Analyse von Inputs, Outputs und Verlusten in technischen und betrieblichen Abläufen. Dazu gehören unter anderem Wasserverbräuche, Einsatz von Betriebsmitteln, Materialströme, Reststoffe, Austauschzyklen von Komponenten und mögliche Rückführungen in den Prozess. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Entsorgung von Rückständen, sondern die Frage, wie Stoffe und Ressourcen länger genutzt, erneut eingesetzt oder als Sekundärrohstoffe erschlossen werden können.
Typische Ansatzpunkte in Abwasser-, Schlamm- und Wasseranlagen
Typische Anwendungsfälle sind die Reduktion von Frischwasserbedarf, die Wiederverwendung von Prozesswasser, die Senkung des Chemikalieneinsatzes, die Verwertung geeigneter Nebenströme sowie die Rückgewinnung ausgewählter Inhaltsstoffe aus Abwasser oder Schlamm. Auch die Wahl langlebiger, reparierbarer oder austauschbarer Anlagenteile kann Teil der Betrachtung sein. In Bestandsanlagen wird häufig geprüft, an welchen Schnittstellen Stoffströme unnötig getrennt, verdünnt oder als Abfall aus dem System geführt werden.
Methoden, Bewertungsrahmen und Planungstiefe
Die Bearbeitung reicht von einer groben Potenzialabschätzung bis zu detaillierten Stoffstromanalysen mit Mengen-, Herkunfts- und Verbleibsbilanzen. Je nach Aufgabenstellung werden technische Machbarkeit, betriebliche Auswirkungen, Schnittstellen zur Entsorgung oder Verwertung sowie qualitative oder quantitative Umweltwirkungen betrachtet. Im Planungsstadium dient die Leistung dazu, Varianten vergleichbar zu machen und kreislauffähige Lösungen bereits in der Konzeption zu berücksichtigen. Im Betrieb wird sie oft für Nachrüstungen, Betriebsoptimierungen oder strategische Investitionsentscheide eingesetzt.
Abgrenzung zu Nachhaltigkeits- und Managementleistungen
Im Unterschied zu Umweltmanagementsystemen oder Qualitätsmanagementsystemen liegt der Schwerpunkt hier nicht auf der organisatorischen Systematik eines Betriebs, sondern auf konkreten Stoff- und Ressourcenkreisläufen in Anlagen und Prozessen. Von der Kennzeichnung umweltfreundlicher Produkte unterscheidet sich die Leistung dadurch, dass keine Produktdeklaration im Vordergrund steht, sondern die technische und betriebliche Nutzung von Ressourcen. Gegenüber nachhaltiger Abwasserbehandlung oder ökologischer Schlammbehandlung ist der Fokus enger auf Ressourceneinsatz, Wiederverwendung, Rückgewinnung und Kreislaufführung gerichtet.