Was unter Aufbereitung von Klärschlamm verstanden wird
Bei Klärschlamm umfasst Aufbereitung jene Schritte, die nach der Abtrennung aus dem Abwasser und häufig nach der Entwässerung ansetzen. Ziel ist ein definierter Zustand des Materials für nachgelagerte Abläufe. Je nach Anlagensituation kann dies das Vereinheitlichen der Konsistenz, das Homogenisieren oder das Abtrennen von Störstoffen umfassen.
Typische Einsatzsituationen in der Schlammbehandlung
Aufbereitung wird eingesetzt, wenn die vorhandene Beschaffenheit des Klärschlamms für den nächsten Verfahrensschritt nicht ausreicht. Das betrifft etwa die Zwischenlagerung, den innerbetrieblichen Transport, die Beschickung weiterer Aggregate oder die Vorbereitung für externe Verwertung und Entsorgung. Auch bei schwankenden Schlammqualitäten dient die Aufbereitung dazu, einen gleichmässigeren Materialzustand herzustellen.
Verfahrensbezogene Ausprägungen der Aufbereitung
Die konkrete Ausführung richtet sich nach Ausgangszustand und Zielpfad des Schlamms. Möglich sind mechanische oder verfahrenstechnische Schritte zur Anpassung von Homogenität, Struktur, Korngrösse, Fremdstoffanteilen oder Handhabungsfähigkeit. In der Praxis ist die Aufbereitung oft mit Förder-, Lager- oder Aufgabeeinrichtungen verbunden, damit der Schlamm prozessgerecht weitergegeben werden kann.
Abgrenzung zu Entwässerung und Konditionierung
Aufbereitung ist von den benachbarten Leistungen Entwässerung und Konditionierung zu unterscheiden. Die Entwässerung reduziert den Wasseranteil des Klärschlamms, während die Konditionierung die Trenn- und Entwässerungseigenschaften des Schlamms beeinflusst. Die Aufbereitung setzt danach oder zwischen weiteren Schritten an und dient der Anpassung des bereits behandelten Materials an den folgenden Verfahrensabschnitt.